Rhein-Pfalz Kreis Ab Montag wird gebaggert

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Mutterstadt. Jahrelang ist die Neugestaltung des Mutterstadter Ortskerns vorbereitet worden, nun werden die Pläne umgesetzt: Von Montag, 18. April, an wird die Oggersheimer Straße vom Historischen Rathaus bis zur Einmündung Friedrich-Ebert-Straße ausgebaut – und daher ab der Ampelkreuzung für den Verkehr gesperrt. Was auf die Anwohner zukommt, hat Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) rund 40 Bürgern vor Ort erklärt, die ihrerseits Fragen stellten.

Mutterstadts

Bürger interessieren die Ausgaben: Der komplette Straßenbau soll Schneider zufolge 3,3 Millionen Euro kosten. Davon zahlt der Landesbetrieb Mobilität (LBM) den Betrag für die Fahrbahn – die Oggersheimer Straße ist eine Landesstraße (L 524). Die Gemeinde kommt für Gehwege und Plätze auf. Der Verkehr wird in dieser Zeit über drei „Ringe“ umgeleitet: einen außerörtlichen, einen am Ortsrand über Medardus- und Pfalzring sowie einen innerörtlichen. Die erforderlichen Schilder sind laut Bürgermeister bereits aufgestellt. Mit dem genannten Abschnitt der Oggersheimer Straße werde auch die Einmündung in die Luitpoldstraße ausgebaut. Die Ampel bleibe während der Bauarbeiten abgeschaltet. „Zunächst wird die Fahrbahn abgefräst, anschließend verlegen die Versorger ihre Leitungen, zum Beispiel für Gas und Strom“, nannte Hans-Dieter Schneider die ersten Schritte. Da es sich als wirtschaftlich sinnvoller erwiesen habe, würden die ursprünglich geplanten zwei Bauabschnitte zu einem zusammengefasst. Die Gehwege und Plätze im Ortskern werden ihm zufolge mit Natursteinplatten in verschiedenen Farben versehen. Das schließt den Bereich vor der Neuen Pforte an der Ludwigshafener Straße bis zur Einmündung der Turnhallenstraße mit ein. Musterplatten liegen neben dem Brunnen am Rathaus, damit sich Interessierte einen Eindruck verschaffen können. Daneben wird laut Schneider in der Dorfmitte die Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Technik umgestellt. Die Testleuchten stehen um den Brunnen am Rathaus. Der Gemeinderat hat das ringförmige Modell ausgewählt. Die Fläche vor der Neuen Pforte soll vorübergehend zum Parken freigegeben werden. Wann und wie genau, ist noch nicht endgültig geklärt. „Ich bitte die Anlieger, sich eng mit der Baufirma abzustimmen, damit zum Beispiel die Geschäfte immer angedient werden können“, sagte Schneider. Ob der Wochenmarkt freitags dann auf den Parkplatz hinter der Neuen Pforte verlegt wird, werde noch mit dem Marktmeister besprochen. Neu gestaltet wird auch der Parkplatz an der Filiale der Sparkasse Vorderpfalz. Die Stellflächen dort werden schräg zur Oggersheimer Straße angelegt und Zu- sowie Ausfahrt in Zukunft mit einer Einbahnregelung vereinfacht. Zusätzliche Parkplätze sollen außerdem hinter dem Historischen Rathaus entstehen. Kommt künftig Tempo 30 in der Ortsmitte oder bleiben 50 Stundenkilometer erlaubt? Zu dieser Frage erklärte der Bürgermeister, dass sich an der zulässigen Höchstgeschwindigkeit erst mal nichts ändert. Das Thema müsse zudem immer mit dem LBM geklärt werden, da es sich um eine Landesstraße handelt. „Wir hoffen aber, dass sich durch die Art des Ausbaus das Tempo von alleine verringert“, erklärte er. So würden die Fahrbahn verengt, Verkehrsinseln errichtet und Bäume gepflanzt. „Dass Autofahrer Gas geben, wenn sie sehen, dass die Ampel noch grün ist, wird es in Zukunft auch nicht mehr geben, da die Ampel ja wegfällt“, sagte der Verwaltungschef. Stattdessen gelte fortan die Rechts-vor-Links-Regelung, die bei einem Verkehrsversuch erprobt wurde und sich bewährt habe. „Für den Fall, dass das wider Erwarten doch nicht funktioniert, verlegen wir trotzdem vorsichtshalber Leerrohre für eine Ampel“, kündigte er an. „Wie breit werden die Gehwege?“, wollte eine Mutterstadterin vom Bürgermeister wissen. Die Antwort: mindestens 1,50 Meter, wenn möglich auf beiden Seiten der Straße. Lediglich enge Straßen wie die Hartmannstraße, die derzeit ausgebaut wird, würden nur auf einer Seite mit einem breiten Gehweg versehen. Auf der anderen Seite werde der Gehweg nur so schmal, dass die Beifahrer parkender Autos noch ein- und aussteigen können, ohne mit den Türen an die Hauswände zu stoßen.

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