Rhein-Pfalz Kreis 7,1 Millionen Euro für Sozialwohnungen

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Mutterstadt. Rund 7,1 Millionen Euro wird der Kreiswohnungsverband dieses und kommendes Jahr in den Bau von 48 Wohnungen für Menschen mit kleinem Einkommen investieren. Das hat Geschäftsführerin Rosemarie Heltewig bei der Verbandsversammlung im Mutterstadter Rathaus erklärt.

Laut Heltewig sind in Mutterstadt zwei Häuser mit insgesamt 21 Wohnungen geplant. In Limburgerhof soll ein Gebäude mit 15 Wohneinheiten errichtet werden, in Schifferstadt eins mit zwölf. Sämtliche Wohnungen sollen barrierefrei zugänglich sein. Zwei bis drei davon sollen zudem rollstuhlgerecht angelegt werden. Unter dem Strich sollen 4000 Quadratmeter vermietbare Wohnfläche entstehen. Die Miete wird in den Objekten in Mutterstadt und Limburgerhof 5,35 Euro pro Quadratmeter betragen, in Schifferstadt 5,10 Euro. Die Gesamtkosten für den Bau der Sozialwohnungen werden rund 7,1 Millionen Euro betragen und laut Heltewig vom Land mit 3,2 Millionen Euro gefördert. Vergangenes Jahr investierte der Kreiswohnungsverband 2,71 Millionen Euro, berichtete die Geschäftsführerin. 1,86 Millionen Euro flossen in die Instandhaltung. 583.000 Euro wurden für sogenannte Wertverbesserungen ausgegeben und 265.000 Euro für Modernisierungen aufgewendet. Als Beispiele für die verschiedenen Arbeiten nannte sie neu gestrichene Fassaden, sanierte Treppenhäuser und Parkplätze sowie verbesserte Wohnumfelder. Als größtes Einzelprojekt bezeichnete Heltewig die Sanierung der drei Häuser in der Schillerstraße 23, 25 und 27 in Limburgerhof mit 24 Wohnungen. Dort wurden die Flachdächer erneuert und gedämmt sowie die Fassaden energetisch saniert. „Dabei wurden unter anderem die Glasbausteine in den Treppenhäusern durch isolierverglaste Fenster ersetzt“, erklärte sie. Außerdem seien die Haustür- und Briefkastenanlagen sowie die Eingangstüren der Wohnungen und die Kelleraußentüren erneuert worden. „Während der Arbeiten stellte sich dann heraus, dass die Tragfähigkeit der Balkone an den Häusern Nummer 23 und 25 nicht mehr gewährleistet war“, teilte Heltewig mit. Deshalb seien Vorsatzbalkone aufgestellt und zwischen den Balkonen ein Aufzug montiert worden. Mit dem könnten inzwischen acht Wohnungen über ihre Balkone barrierefrei erreicht werden. Im Jahr 2015 habe es 167 Mieterwechsel gegeben, davon 116 im eigenen Bestand, 14 beim Pachtbesitz in Schifferstadt und 37 in vom Verband lediglich verwalteten Wohnungen. In 21 Fällen wurde die Gelegenheit Heltewig zufolge genutzt, um entweder Bäder zu modernisieren und Heizungen einzubauen oder auch größere Instandhaltungsarbeiten vorzunehmen. In Erdgeschosswohnungen wurden demnach barrierefreie Duschen eingebaut, eine Wohnung wurde behindertengerecht umgebaut. Heltewig kritisierte in der Versammlung das vom Bundesjustizministerium geplante zweite Mietrechtspaket. Es werde wie ein Investitionsblocker für die Wohnungswirtschaft wirken und damit die Ziele der Bundesregierung sowie die vielversprechenden Ergebnisse des Bündnisses für bezahlbaren Wohnraum durchkreuzen, meinte sie. Wirtschaftsprüfer Thomas Aumüller bescheinigte dem Verband einen tadellosen Jahresabschluss 2014 – es wurde ein Bilanzgewinn von rund 102.000 Euro erzielt. Der soll gemäß Beschluss der Verbandsversammlung der freien Rücklage zugeführt werden. Vor dem Hintergrund wurden Landrat Clemens Körner (CDU) als Vorstand, Geschäftsführerin Heltewig und der Verbandsausschuss einstimmig entlastet. Dannstadt-Schauernheims Ortsbürgermeister Bernd Fey (CDU) kritisierte, dass der Kreiswohnungsverband bei Bauvorhaben weiterhin auf Flachdächer setzt. Die könnten zwar günstiger errichtet werden, kämen den Verband aber wegen des höheren Unterhaltsaufwands auf Dauer deutlich teurer zu stehen als Satteldächer. Heltewig und Landrat Körner entgegneten, dass jeweils das örtliche Baurecht eingehalten und ein neues Gebäude optisch in sein Umfeld passen müsse. Sprich: Haben die benachbarten Häuser ein Flachdach, dürfe der Kreiswohnungsverband nicht einfach ein Satteldach bauen. „Wir haben mit Flachdächern bisher gute Erfahrungen gemacht“, ergänzte Heltewig.

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