Rhein-Pfalz Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel 220 Kinder haben in drei Wochen Maxdorfer Ortsranderholung mächtig Spaß

So ein Feuerwehrschlauch ist schon eine tolle Sache. Aber nicht auf die Köpfe zielen! Foto: ghx
So ein Feuerwehrschlauch ist schon eine tolle Sache. Aber nicht auf die Köpfe zielen!

Sich gegenseitig nass spritzen ist ein Heidenspaß, vor allem Jungs sind dabei ganz groß. Die Mädchen stellen sich derweil an einer Hüpfburg, die ein Tunnel ist, an. Es ist Nachmittag und freies Spielen angesagt bei der Ortsranderholung MaLaFuBi. Zum ersten Mal hat Alexander Kohl die Leitung.

„Ich hab’ ein paar Betreuer nass gespritzt“, feixt Linus, der mit einem der drei Wasserschläuche hantiert. „Der Benedikt von der Feuerwehr hat die mitgebracht, sonst ging das gar nicht“, freut sich der Zwölfjährige. Die Betreuer haben den Kindern erklärt, dass sie nicht auf die Köpfe zielen dürfen. Ansonsten heißt es „Wasser marsch!“ Ebenso wie sein Freund Niklas (12) nimmt Linus schon viele Jahre an der Ortsranderholung teil. „Bestimmt siebenmal oder so“, seien sie schon dabei gewesen, sagt Niklas.

Gut 220 Kinder sind drei Wochen lang auf dem Sportgelände zwischen Maxdorfer Schulzentrum und Waldsporthalle in der Betreuung. Ein Team von 40 Helfern kümmert sich jeden Tag von halb acht bis 16 Uhr um die Kinder aus Maxdorf, Lambsheim, Fußgönheim und Birkenheide – daher der Name, der in bunten Buchstaben auf den T-Shirts der Helfer steht: MaLaFuBi.

Marcel ist zehn Jahre alt („fast elf!“) und will unbedingt erzählen, wie toll er es hier findet. In der ersten Woche haben alle am Vormittag Kennenlern-Spiele gemacht, berichtet er. Dann gibt es Mittagessen. „Das ist immer sehr lecker“, sagt er. Das bestätigen auch die anderen Kinder. „Und die Getränke sind kalt – also meistens“, sagt Linus und schon kabbeln sich die Kinder, wer vergessen hat, die Kühlschränke aufzufüllen und wer es als erstes gemerkt hat. Es ist alles nur Spaß, die Kinder sind ein bisschen aufgedreht.

Vormittags gibt es verschiedene Angebote. Niklas und Linus gehen am liebsten in die verschiedenen Sportgruppen. Marcel hat offenbar eine kreative Ader, die er hier gut ausleben kann. Zeichnen und Malen habe er schon ausprobiert, in der Holz-AG einen Turm gebastelt und in der Schmuck-AG hat er schon kleine Stücke selber hergestellt. „Die Teresa und die Sofie machen das und die sind total nett“, sagt er. Verloren gehe auch nichts, sagt Niklas. Ihm seien mal seine Trinkflasche und seine Brille abhanden gekommen. Die habe er dann auf dem Tisch mit den Fundsachen wiedergefunden.

„Es ist toll, dass so viele Kinder immer wieder kommen“, sagt Alexander Kohl, der die Leitung der Ortsranderholung von Rainer Pfundstein übernommen hat. Pfundstein ist inzwischen Leiter der neuen Maxdorfer Kita Löwenherz. Und auch unter den Betreuen seien viele, die schon oft mitgemacht haben. So sei die Atmosphäre recht familiär.

Marc ist einer der Betreuer und zum dritten Mal dabei. „Die Organisation ist toll und alles läuft sehr gut“, sagt der 18-Jährige. Er mache wieder mit, weil ihm die Atmosphäre, das Team und die Arbeit mit den Kindern gefallen. Ob das ein Berufsziel werden kann? Da muss er doch lachen. „Drei Wochen mit den Kindern sind ok – aber das ganze Jahr muss nicht sein“, sagt er. Die Betreuer kommen aus allen Generationen, von Jugendlichen bis zu Senioren in ihren Siebzigern. „Das finde ich klasse, weil alle sich einbringen und zusammenarbeiten und dabei Spaß haben“, sagt Kohl. Dank der Betreuer gebe es die vielfältigen Angebote der AGs, darunter auch Nähen, Tanzen, Brettspiele. Mit Volker Ackenbach, Übungsleiter der TSG Maxdorf, könne man auch das Sportabzeichen machen.

Träger der Ferienbetreuung ist die Ortsgemeinde Maxdorf, die auch an Kosten übernehme, was durch die Teilnahmebeiträge nicht gedeckt werde, sagt Bernd Lupberger (CDU), Beigeordneter der Ortsgemeinde. Hilfreich sei auch die Unterstützung von Sparkasse und Raiffeisenbank. „Wir achten darauf, dass die Kosten für die Familien moderat sind und finden auch Lösungen, wenn jemand das nicht aufbringen kann“, sagt er. Die Zusammenarbeit mit Kohl als neuem Leiter sei hervorragend. Kohl gibt das Lob weiter an sein Team – und an Vorgänger Pfundstein. Am Freitagnachmittag gibt es ein Abschlussfest mit Kindern, Eltern und Betreuern.

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