FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Zwei Treffer in letzten zwei Minuten: Fehrbach schlägt Hinterweidenthal

Bei nass-kaltem Wetter waren lange Hosen nicht die schlechteste Idee: Hinterweidenthals Dominic Kessler (rechts) behauptet hier
Bei nass-kaltem Wetter waren lange Hosen nicht die schlechteste Idee: Hinterweidenthals Dominic Kessler (rechts) behauptet hier den Ball vor Jonas Lorett.

Durch zwei Treffer in den letzten zwei Spielminuten sicherte sich der FC Fehrbach am Sonntag in der Fußball-Landesliga einen 2:0-Sieg gegen den SV Hinterweidenthal und zudem drei Mitnahmepunkte für die Abstiegsrunde im nächsten Frühjahr.

Als die meisten der bei nass-kaltem Wetter durchgefrorenen Zuschauer mit einem torlosen Unentschieden rechneten, schlug der Fehrbacher Lars Grünfelder zu. Bei einem Getümmel im Gäste-Strafraum fiel der Ball dem erst in der 75. Minute eingewechselten Lars Grünfelder vor die Füße. Dieser zog aus 14 Metern sofort ab, und sein noch abgefälschter Schuss landete zum 1:0 im linken unteren Toreck.

„Dieser abgefälschte Ball war symptomatisch für unsere ganze bisherige Runde. Am Ende war diese Niederlage total bitter. Jetzt werden wir uns in der Winterpause sammeln und dann wieder angreifen“, sagte Hinterweidenthals nach dem Spiel restlos bedienter Trainer Denis Jung.

Ellermanns Schachzug

Seine Spieler, denen nach dem Rückstand eh kaum noch Zeit für eine Reaktion blieb, kassierten nur eine Minute später den K.-o.-Schlag. Der gegen die aufgerückte Gästeabwehr startende Michael Wiktorski umkurvte im Strafraum den herausstürzenden Keeper Jonas Jung und wurde von diesem zu Fall gebracht. Yannik Bauer verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 2:0-Endstand. „Ich habe Wiktorski mit seiner Schnelligkeit nach vorne gezogen“, freute sich Fehrbachs Trainer Jochen Ellermann über seinen geschickten Schachzug.

Da Torjäger Lukas Hoffmann genauso wie bei den Gästen der frühere Fehrbacher Christian Singer kurzfristig erkrankt ausfiel, hatte Ellermann zunächst den gelernten Abwehrspieler Jörn Griesser ins Angriffszentrum beordert. Nach einer Stunde verließ Griesser das Spielfeld und Wiktorski, zunächst links in der Vierer-Abwehrkette eingesetzt, rückte nach vorne.

Erste Hälfte ohne Torschuss

In der ersten Halbzeit boten beide Teams fußballerische Magerkost und gaben keinen einzigen Torschuss ab. Nach 51 Minuten prüfte der Hinterweidenthaler Fabian Zwick erstmals den gegnerischen Torwart. Fehrbachs Felix Schiefer zog drei Minuten später nach. Von diesem Zeitpunkt an nahm die Partie an Tempo zu. Und die Fehrbacher verdienten sich den Erfolg letztlich, da sie ab der 60. Minute nicht nur mehr Spielanteile besaßen, sondern auch die besseren Chancen für sich verbuchen konnten.

Hinterweidenthal wurde nur noch einmal torgefährlich, als FCF-Torwart Groh einen 16-Meter-Schuss von Daniel Tretter entschärfen musste (76.). Auf der Gegenseite scheiterte Wiktorski aus halbrechter Position am glänzend reagierenden Jung im Gästetor (68.). In der 82. Minute allerdings traf Wiktorski nach Hereingabe des eingewechselten Philip Ernst das leere SVH-Tor nicht. Ellermanns Fazit: „Wir haben mehr investiert, es auch immer spielerisch probiert und deshalb verdient gewonnen.“

SO SPIELTEN SIE

FC Fehrbach: Groh - Schäfer (75. Lars Grünfelder), Wick, Pokluda, Wiktorski - Jonas Lorett, Schiefer - Malvaso (35. Florian Grünfelder) Christoffer Lorett (82. Rindchen), Bauer - Griesser (59. Ernst)

SV Hinterweidenthal: Jung - Becker (84. Schröder), Michael Helfrich, Werner, Hirschinger - Tretter, Kessler - Zwick, Schäfer, Schweitzer - Schenk

Tore: 1:0 Lars Grünfelder (89.), 2:0 Bauer (90., Foulelfmeter) - Gelbe Karte: Wick - Beste Spieler: Pokluda, Wick, Wiktorski - Helfrich, Hirschinger, Werner - Zuschauer: 160 - Schiedsrichter: Dunsbach (Landstuhl).

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