Rodalben
Zwei Jahre Glasfaserausbau in Rodalben
Der Durchbruch scheint gelungen zu sein: Die Firma Mawacon (Eisenberg) soll den Auftrag zum Glasfaserausbau in Rodalben erhalten. Die Genehmigung der Kreisverwaltung vorausgesetzt, stimmte der Rat bei nur einer Gegenstimme für einen Kooperationsvertrag mit dem inhabergeführten Unternehmen.
Risiken, die die Kreisverwaltung über ein juristisches Beratungsbüro vor der letzten Ratssitzung kundig gemacht hatte, seien „überarbeitet worden und nun akzeptabel“, kommentierte Bürgermeister Claus Schäfer den Vorgang. Er zitierte dennoch den letzten Satz der Kreisverwaltung zum modellierten Kooperationsvertrag: „Die Stadt Rodalben ist sich der Risiken bewusst“, heißt es da. Dennoch empfahl der Bürgermeister, den Vertrag anzunehmen, sobald die Unterschrift von Landrätin Susanne Ganster vorliegt.
Wie im Rat verlautete, betrafen die Risiken zum Beispiel das staatliche geförderte Weiße-Flecken-Programm zur Versorgung von am Rande einer Kommune gelegenen Orte. Die Telecom nimmt sich dieser Aufgabe an. „Wir halten uns aus diesem Programm heraus“, erklärte der Mawacon-Vertreter Andreas Ulrich dazu.
Firma will Schadstoffe kostenfrei entsorgen
Er bezog auch Stellung zum Kostenrisiko im Falle von zu entsorgenden Schadstoffen beim Ausbau. „Sollten wir bei der Bautätigkeit auf Schadstoffe stoßen, kümmern wir uns um die kostenfreie Entsorgung“, versicherte Ulrich. Dies sei aber laut Auskunft der VG-Bauabteilung in Rodalben nicht zu erwarten. Allenfalls merkte Peter Pfundstein (FWG) an, könne Teerasphalt beim Straßenaufbruch auftauchen.
Mit der Stadt, fügte Ulrich hinzu, solle ohnehin eine Sicherheitsleistung in Höhe von 25.000 Euro vereinbart werden. Nachdem Ratsmitglieder den Betrag verdoppeln wollten, verständigte man sich auf Vorschlag des Bürgermeisters auf die Summe von 40.000 Euro vorbehaltlich der (zu erwartenden) Zustimmung des Geschäftsführers.
Zwei Jahre lang Bauarbeiten
Ausführlich erläuterte Ulrich die Fragen der AfD zur Art und Dauer der Maßnahme. Die Dauer schätzte er auf „maximal zwei Jahre“. Ende 2027 sollte „das Licht am Ende des Tunnels zu sehen“, und die letzten Anschlüsse sollten bewältigt sein. Dabei gehe Mawacon das Finanzrisiko des Ausbaus ein, weil die Firma eigenwirtschaftlich verfahre.
Versorgt werde das gesamte Stadtgebiet, auch zum Beispiel der PWV mit seinem Vereinsheim auf dem Hilschberg. Die Arbeit gehe hauptsächlich in „Längsströmen in den Gehwegen“ vonstatten. Hier würden die Leitungen 40 Zentimeter tief verlegt, bei Straßenquerungen 60 Zentimeter tief. Im Zuge der baulichen Arbeiten könnten die Hausanschlüsse mit finanziellen Vorteilen hergestellt werden.
„Ich habe ein gutes Gefühl“, äußerte sich Thorsten Striehl (SPD) am Ende der Debatte zum geplanten Glasfaserausbau, und auch Bürgermeister Schäfer ermunterte den Rat zu „ein wenig Vertrauensvorschau“, zumal die Firma schon auf dem Klinkenberg „einwandfreie Arbeit geleistet“ habe. Rodalben brauche Glasfaser als die „Technik der Zukunft“.