Pirmasens Zahl der Teilnehmer an den sogenannten Spaziergängen unverändert
Der Ukraine-Konflikt werde sie nicht von der Teilnahme abbringen, betonte eine Frau, die mit einer Ausnahme bei jedem „Spaziergang“ mitgelaufen ist. „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun“, findet sie. Eine andere Teilnehmerin knöpfte sich den AfD-Fraktionschef im Stadtrat, Ferdinand L. Weber, vor und kritisierte dessen Absage der Großdemo am Samstag. Die AfD hatte angesichts der Ereignisse in der Ukraine die landesweit beworbene Kundgebung auf dem Schlossplatz mit dem Titel „Gesund ohne Zwang“ abgesagt. Mit der Begründung hätten alle Corona-Proteste abgesagt werden müssen, da permanent in Syrien oder Afghanistan gekämpft werde, fand die „Spaziergängerin“. Zum ersten Mal mit dabei war ein 70-jähriger Lemberger, der es gerade jetzt für wichtig erachtet, den Protest zu unterstützen. Die Anträge für eine Impfpflicht ab 18 Jahren seien schon im Bundestag eingebracht worden. „Jetzt geht es in die heiße Phase. Da müssen wir Präsenz zeigen“, findet der Lemberger. Der Protestzug startete wie gewohnt auf dem Schlossplatz und zog unter anderem über die Fußgängerzone und Höhstraße sowie Schäferstraße durch die Innenstadt, um auf dem Exerzierplatz zu enden. Eine Gegenveranstaltung wie in den vergangenen Wochen auf dem Exerzierplatz gab es diesmal nicht. Deren Initiatoren haben die Gegenkundgebung wegen der Bilder aus der Ukraine bis auf weiteres abgesagt.