Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Weselbergs Trainer Denis Jung prognostiziert heißes Sickingerhöh-Derby

Jascha Conzelmann (links) von der SG Weselberg/Linden hat bisher in dieser Saison die meisten Tore für sein Team geschossen.
Jascha Conzelmann (links) von der SG Weselberg/Linden hat bisher in dieser Saison die meisten Tore für sein Team geschossen.

Zum Hinspiel kamen schon 600 Fans. Auch am Sonntag wird das Interesse groß sein, wenn mit der SG Weselberg/Linden und dem SV Hermersberg II zwei defensiv bockstarke Teams aufeinander treffen.

„Das wird ganz heiß.“ Diese Prognose trifft Denis Jung, der Trainer der SG Weselberg/Linden, vor dem Sickingerhöh-Derby der Fußball-B-Klasse West am Sonntag gegen den SV Hermersberg II.

Heiß, weil zwischen den beiden Vereinen eine gesunde ausgeprägte Rivalität besteht. Heiß, weil Jungs Elf die Tabelle mit 48 Punkten anführt und Hermersberg (37) der Spielgemeinschaft als Tabellendritter auf den Fersen ist. Heiß, weil im Hinspiel die Hermersberger dem Klassenprimus die bislang einzige Niederlage beigebracht haben und Jungs Jungs auf Revanche aus sind.

Alle beherzigen die Arbeit gegen den Ball

In beiden Teams ist die Defensive das Sahnestück. Hermersberg II musste in 17 Partien nur 15 Treffer hinnehmen, die SG Weselberg/Linden sogar erst sieben. „Jeder bei uns ist gehalten, gegen den Ball zu arbeiten. Das wird auch beherzigt. Deshalb kommen unsere Gegner auch zu wenig Tormöglichkeiten“, erklärt Jung. Zudem organisiere mit dem landesligaerfahrenen Marco Kessler ein „alle überragender Mann unsere Abwehr“.

In der Offensive ist der Tabellenführer nur sehr schwer auszurechnen. Ex-Oberligaspieler Jascha Conzelmann (19 Tore), Julian Bold (17) und Tim Lutz (14) haben zusammen 50 Tore geschossen – mehr als die Hälfte der Mannschaften in der Klasse. Vor allem Conzelmann sei nicht auszurechnen, da er sich nicht auf eine Position fokussiert. „Er nutzt seinen Speed und sein spielerisches Vermögen“, lobt Jung den 32-Jährigen.

Die Spielgemeinschaft funktioniert gut

Aber es würden auch „viele, die man nicht so kennt, eine formidable Runde spielen“. Darunter auch drei Leistungsträger aus Linden, Tim Lutz, Dominic Lutz und André Baquet. Jung spricht von einer gelungenen Spielgemeinschaft, „in der sich beide Vereine wiederfinden“, auch wenn häufiger in Weselberg als in Linden gespielt wird. Weil die Lichtverhältnisse in Linden aber besser als in Weselberg sind, findet das Training aktuell öfter im etwa acht Kilometer entfernten Linden statt. Die beiden Vereine kämpfen auch nächste Saison in einer Spielgemeinschaft um Punkte.

Weselberg/Linden führt nicht nur die normale Tabelle, sondern auch die Fair-Play-Wertung der B-Klasse West an. Die SG ist zudem aktuell von allen südwestpfälzischen Herrenteams das Team mit dem besten Quotienten in Sachen Fairness.

Corona bremste Hermersberger zwischendurch aus

Es sei „sehr schwierig, in Weselberg zu bestehen, aber nicht unmöglich“, sagt der Trainer von Hermersberg II, Lars Sommer. Gerne erinnert sich der Wirtschaftsingenieur in Elektrotechnik an den 1:0-Hinspielerfolg zur Hermersberger Kerwe vor 600 Zuschauern: „Der Sieg hat eine richtige Euphoriewelle ausgelöst.“ Doch dann rollte eine Coronawelle über die Hermersberger hinweg, die Partien gegen das starke Ixheim und den TSC Zweibrücken II gingen verloren. Seither war Hermersberger II zwar stets vorne dabei, aber nie ganz vorne. Sommer wird auch nächste Saison die zweite Mannschaft coachen, sollten nicht dringende berufliche Gründe dagegen sprechen.

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