Fußball
Weselberg geht Pokalaufgabe gegen Hermersberg mit Spaß an und hofft auf viele Zuschauer
Der Meister der B-Klasse West musste sich relativ kurzfristig nach einem neuen Trainer umsehen. Meistermacher Denis Jung bat um seine Freigabe, um das Amt des Co-Trainers beim Verbandsligateam seines Heimatvereins FK Pirmasens anzutreten. Dem Wunsch wurde entsprochen. Nachfolger wurde Jascha Conzelmann (32), bisher Spieler, nun Spielertrainer. „Der Zeitpunkt, als sich die Trainerfrage stellte, war sehr spät. Der Verein war auf der Suche. Für mich ist die Situation eine Übergangslösung. Ich habe von vornherein gesagt, dass ich nur ein Jahr zur Verfügung stehe“, sagt der in Wallhalben wohnende Conzelmann, der in Pirmasens bei der Firma Maschinenbau Ring als Industriekaufmann arbeitet.
Starker Youngster
Der neue Co-Trainer ist in Weselberg ein alter Bekannter. Nach einem Verbandsliga-Jahr beim FK Pirmasens II kehrte Mittelfeldspieler Timo Landoll (22) nach Weselberg zurück und hat die Rolle des Co-Spielertrainers übernommen. „Timo und Felix Hess aus der FKP-A-Jugend sind schon gute Zugänge für uns. Aber auch die anderen A-Jugendlichen, die dazugekommen sind, machen ihre Sache gut“, lobt Conzelmann, der selbst im Angriff oder auf der Außenposition aufläuft – je nachdem, wo er gebraucht werde.
Im bisher einzigen Pflichtspiel der neuen Saison im Kreispokal gegen die SG Contwig/Stambach machte der aus der A-Jugend des FV Ramstein gekommene Max Unnold auf sich aufmerksam. Beim 6:3-Erfolg gelangen dem Youngster vier Treffer. „Max ist vor dem Tor sehr abgebrüht und hat das sehr gut gemacht. Er ist noch jung. Man muss abwarten, wie er sich entwickelt. Aber er hat sich sehr schnell eingelebt“, erklärt Conzelmann.
Gegner beobachtet
Der pfeilschnelle Offensivspieler Conzelmann wechselte nach vielen Jahren beim FK Pirmasens, mit dem er 2014 Oberligameister wurde, 2015 zum SV Herschberg. Dort erreichte er zusammen mit Spielertrainer Jens Mayer, der aktuell den kommenden Gegner Hermersberg coacht, auf Anhieb die Meisterschaft in der Landesliga und den damit verbundenen Aufstieg in die Verbandsliga. 2017 schloss sich Conzelmann dem SC Weselberg an, mit dem er zweimal die Meisterschaft in der Bezirksliga errang – einmal verzichtete Weselberg auf den Aufstieg. 2023 erfolgte der freiwillige Rückzug aus der Landesliga in die B-Klasse.
Mit nur einer Niederlage, 29 Siegen und 36 Conzelmann-Toren schaffte Weselberg, mittlerweile in einer Spielgemeinschaft mit Linden, den sofortigen Aufstieg in die A-Klasse. Vor dem Derby, auf das eine große Vorfreude herrsche, schiebt Conzelmann die Favoritenrolle Verbandsliga-Absteiger Hermersberg zu. „Hermersberg ist nach dem Abstieg zusammengeblieben und hat einige gute A-Jugendliche dazubekommen. Die Mannschaft ist eingespielt und macht einen topfitten Eindruck. Das wird extrem schwer für uns“, sagt Conzelmann, der den Gegner bei dessen Erstrundensieg in Waldfischbach-Burgalben beobachtet hat.
Zuletzt vor 700 Zuschauern
Bei seinem Team müsse man abwarten. Die Urlauber seien zurück. Aber einige Spieler waren angeschlagen und seien noch nicht bei 100 Prozent. „Wir wollen das Spiel lange eng halten. Der Spaß soll auch nicht zu kurz kommen. Da freut sich doch jeder auf so ein Spiel mit vielen Zuschauern“, versichert Conzelmann. Vor knapp drei Jahren gab es diese Paarung schon einmal. Damals siegte Hermersberg in der vierten Runde des Verbandspokals in Weselberg vor 700 Zuschauern mit 3:2.