Fußball
Wer darf die lukrativen Entscheidungsspiele im Kreis Pirmasens/Zweibrücken ausrichten?
Der TuS Maßweiler, der gerne eine dieser lukrativen Partien im Mai und Juni ausgerichtet hätte, aber nicht berücksichtigt wurde, beklagt „Intransparenz“, die zu „Unmut“ im Verein geführt habe, sagt dessen Vorsitzende Nicole Rothhaar-Hock. Der Kreisvorsitzende Reiner Ehrgott nimmt dazu Stellung.
Ehrgott ist die Anlaufstelle im Fußballkreis für Bewerbungen von Vereinen für die sportlich und wirtschaftlich interessanten Spiele, die meist sehr viel Publikum anlocken. „Sehr wichtig“ bei der Suche nach einem Austragungsort sei für ihn, was die an einem Entscheidungsspiel beteiligten Vereine wollen.
Zwei Beispiele
Ehrgott erklärt dies an zwei Beispielen. So hätten sich die Finalisten im diesjährigen Kreispokal, der SV Ixheim und der SC Stambach, schnell auf den Rasen des TuS Rimschweiler als Austragungsort verständigt, weil beide Vereine enge Beziehungen zu dem Verein haben. Auch die FV Münchweiler und der SC Busenberg, die punktgleich die Saison in der B-Klasse Ost beendet hatten und ausspielen mussten, wer Platz zwei einnimmt und damit an den A-Klasse-Aufstiegsspielen teilnimmt, votierten laut Ehrgott klar für das Stadion des SC Hauenstein, der sich natürlich auch beworben hatte. Ehrgott: „Wenn sich die beteiligten Vereine einig sind, wird deren Wunsch entsprochen. Nur wenn keine Einigung erzielt werden kann, entscheidet der Kreisausschuss.“ Dabei werden Aspekte wie Fairplay, Teilnahme an den Kreistagen oder wie viele Schiedsrichter der Bewerber hat mit einbezogen. Und selbstverständlich spielt auch die Geographie eine bedeutende Rolle. „Ein Spiel zwischen Rodalben und Busenberg würden wir nie nach Mittelbach vergeben“, veranschaulicht Ehrgott.
„Lemberg jetzt mal dran“
Dass dabei Vereine an der Peripherie des Fußballkreises, wie zum Beispiel der FC Fischbach, eher weniger oder gar nicht zum Zug kommen, sei bedauerlich, aber nachvollziehbar. Der Spielort sollte in der Regel von beiden Vereinen gut erreichbar sein und etwa mittig zwischen den beteiligten Vereinen liegen. So war der TuS Maßweiler 2024 Ausrichter des B-Klasse-Abstiegsentscheidungsspiels zwischen der SG Thaleischweiler und der Spielvereinigung Waldfischbach/Burgalben II gewesen. Dass nun der SV Lemberg vergangene Woche das B-Klasse-Entscheidungsspiel zwischen dem FC Fischbach und dem SV Bottenbach ausgerichtet hat, erklärt Ehrgott so: „Lemberg hatte sich in den vergangenen sechs Jahren für die Ausrichtung eines Entscheidungsspiels beworben, wurde aber nicht berücksichtigt. Die waren jetzt mal dran.“
Clausen bekommt Ersatzspiel
Und der SV Rot-Weiß Pirmasens, der ursprünglich Ausrichter des dritten Aufstiegsspiels zur A-Klasse zwischen Münchweiler und Stambach sein sollte, verfügt erst seit weniger als einem Jahr über ein Rasenspielfeld, was ebenfalls eine Voraussetzung ist, und war daher noch nie Austragungsort von Entscheidungsspielen gewesen. Da Rot-Weiß allerdings am gleichen Tag den Kreispokal-Finaltag im Jugendfußball organisierte, wurde das Match nun an den FK Clausen vergeben – als Ersatz für die dem FKC entgangene, da kurzfristig wieder abgesetzte Partie zwischen den beiden Vorletzten der B-Klassen Ost und West, SV Ruhbank und FC Höheischweiler.