Volleyball RHEINPFALZ Plus Artikel Wenn die Herkunft keine Rolle spielt

Sie führen den neuen Ballsportverein Pirmasens: von links Andreas Heger (2. Vorsitzender), Johannes Völker (Beisitzer), Eugen Sc
Sie führen den neuen Ballsportverein Pirmasens: von links Andreas Heger (2. Vorsitzender), Johannes Völker (Beisitzer), Eugen Schulz (Jugendtrainer), Helene Groh (Protokollführerin), Leo Groh (1. Vorsitzender), Anna Völker (Kassenwartin), Sophia Feist (Spielerin) und Oleksandr Savluk (Spieler und Übersetzer für Jugendliche aus der Ukraine).

Beim Ballsportverein Pirmasens spielen Ukrainer und Russlanddeutsche gemeinsam Volleyball. Was der Verein für das nächste Jahr plant.

Volleyball ist seit 1964 fest im Programm der Olympischen Spiele, wird weltweit in 222 nationalen Verbänden gespielt, ziemlich jeder dürfte das Rückschlagspiel zumindest schon mal in der Schule in Ansätzen gelernt haben. Doch seit Jahren tut sich volleyballerisch in der Region Pirmasens ganz, ganz wenig. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Damen der SG Waldfischbach und des TV Hauenstein sowie die Herren des TV Lemberg und des TV Pirmasens höherklassig unterwegs waren. Aktuell gibt es bei den Damen und Herren nur ein Lemberger Team in der weiblichen Einsteiger-Liga. Das war’s schon. Leo Groh hat sich gedacht, dass man da etwas tun müsse, und er hat es auch getan. Der 42-jährige Diplom-Kaufmann aus Winzeln, der 1999 während seines Studiums in Saarbrücken begann, auf dem Campus Volleyball zu spielen, später beim CVJM Pirmasens baggerte, pritschte und schmetterte, gründete dieses Jahr den Pirmasenser Ballsportverein – auch um als eingetragener Verein städtische Sporthallen nutzen zu können.

Trainerin gesucht

Der erste Vorsitzende des am 31. Januar gegründeten und am 22. September in den Sportbund Pfalz aufgenommenen Vereins hat einiges vor. Er formierte eine Erwachsenen-Mannschaft für den saarländischen Mixed-Pokal – in der Pfalz war das kurzfristig nicht möglich –, und er will nächste Saison mindestens ein Team in der Mädchen-Liga an den Start bringen.

„Wir haben aktuell etwa 50 erwachsene und 22 jugendliche Mitglieder“, berichtet Groh. Auch vier junge Volleyballer seien vom TV Lemberg, der kein Männerteam mehr stellen kann, zum BSV gewechselt. Dort leiten zwei C-Lizenz-Trainer, Andrej Walter und Eugen Schulz, die Übungseinheiten. Groh: „Wir suchen auch noch eine Trainerin.“ Etwa 60 Prozent der Mitglieder hätten einen „Migrationshintergrund“, sagt der Vereinschef, „Deutsche, Spätaussiedler, also Russland-Deutsche, und Ukrainer“ würden beim BSV zusammen Sport treiben. Groh: „Trotz des Krieges gibt es im Verein keine Konflikte. Sport vereint.“

Am Sonntag, 1. März, veranstaltet der Verein in der Kirchberghalle das 1. Pirmasenser Volleyballturnier. Zehn Erwachsenen-Mixedteams, darunter zwei vom Gastgeber, werden ab 9.30 Uhr gegeneinander spielen.

Einfach reinschnuppern

Der BSV hat auch schon einiges investiert. „Für 2000 Euro haben wir Turnierbälle und Turniernetze gekauft“, berichtet Groh. Trainiert werde – „dank der unkomplizierten Hilfe der Stadt Pirmasens “ – an fünf Tagen in den Hallen des Leibniz-Gymnasiums und der Robert-Schuman-Grundschule sowie in der großen Kirchberghalle. Mittwochs ist ab 19 Uhr Schnuppertag. Groh: „Da kann man gerne mal in der Kirchberghalle vorbeikommen.“ Infos: 0173-9778349.

Nächste Saison will der Pirmasenser Ballsportverein mindestens ein Mädchenteam in den Liga-Spielbetrieb entsenden. Vorne Trainer
Nächste Saison will der Pirmasenser Ballsportverein mindestens ein Mädchenteam in den Liga-Spielbetrieb entsenden. Vorne Trainer Andrej Walter bei einer Übungseinheit in der Kirchberghalle.
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