Pirmasens
Was es in den Eisdielen so alles Neues gibt
Fünf dieser oftmals auch Eisdielen genannten Betriebe gibt es in Pirmasens, davon drei italienische „Gelaterias“ in der Fußgängerzone. Die beiden Eiscafés in deutscher Hand liegen etwas abseits und bleiben Ortsfremden beim Spaziergang durch die Horebstadt meist verborgen.
Wer Eis verkauft, ist auf schönes Wetter angewiesen. Zwar schmeckt auch im Dezember ein Cappuccino, aber den größten Umsatz machen alle in der warmen Jahreszeit. Und die hat in diesem Jahr die Geduld der Eiscafé-Besitzer arg strapaziert, wollte einfach nicht in die Gänge kommen. „Der Mai ist normalerweise unser stärkster Monat, aber diesmal lief es ganz schlecht, und das kann man auch nicht mehr aufholen“, fasst Stefanina Greco vom „Cappuccino“ in der Hauptstraße 8 das kühle und verregnete Frühjahr zusammen. Den Preis von 1,20 Euro für die Kugel Eis wolle man vorerst noch halten, obwohl alles teurer geworden sei. Salz-Butter-Caramel sei eine Sorte, die man in diesem Jahr neu anbiete, wobei die Klassiker nichts von ihrer Beliebtheit eingebüßt hätten. „Standard geht immer“, sagt Stefanina Greco.
Ein paar Schritte weiter verwöhnt das „Eiscafé by Mattia“ mit knapp 30 Eissorten seine Gäste. Dort berichten die Betreiber Mattia Polentes und Assunta Capalbo, dass Sorten wie Nuss/Mandel oder Crunchie hoch im Kurs stehen. Auch Spekulatius-Eis sei sehr beliebt. Neu auf der Karte ist der Becher „Affogato“, ein Hingucker mit Vanille und Mokka. Den Preis für die Kugel bei 1,20 Euro zu belassen, habe man sich reiflich überlegt, schließlich seien die Kosten gestiegen. Letztlich sei die Entscheidung gefallen, auch einer ganzen Familie mit Kindern den Besuch bezahlbar machen zu wollen.
Vielversprechend klingt die Ankündigung von Christian und Oliva Luisa Alfarano vom „Venezia“ in der Fußgängerzone. Sie betreiben die wohl traditionsreichste Eisdiele in Pirmasens. Neu ist hier auch gesalzenes Caramel-Eis, aber im Laufe des Sommers sollen noch einige weitere Neuheiten hinzukommen. „Was es genau wird, wollen wir heute noch nicht verraten“, macht es Alfarano spannend. „Es hat nur ein paar schöne Tage bisher gegeben, eigentlich hat die Saison noch gar nicht richtig angefangen“, kommentiert seine Frau den miserablen Wetter-Start 2024. Den Preis für die Kugel habe man von 1,30 auf 1,40 Euro anheben müssen: „Ein notwendiger Schritt, wenn wir die Qualität beibehalten wollen.“
Um neue Ideen nie verlegen, hat sich Oliver Haase von „Zaroli Eis“ in der Luisenstraße für diesen Monat etwas Besonderes einfallen lassen: Wenige Tage vor Eröffnung der Fußball-Europameisterschaft hat er einen „EM-Becher“ am Start, der farblich klar signalisiert, für wen das Fußballherz schlägt, und sogar mit Deutschland-Fähnchen gekrönt ist. „Dazu gibt’s auch noch ein Gewinnspiel“, sagt der promovierte Chemiker, der damit rechnet, dass jetzt mit Beginn der wärmeren Tage wieder verstärkt Fruchteissorten gefragt sind. „Cassis gibt es wieder, das war sehr beliebt, und ganz neu habe ich Waldfrucht im Sortiment.“ Die Kugel kostet bei Zaroli 1,30 Euro.
Die Fachmesse „Gelatissimo“ in Stuttgart bietet Anregungen in Hülle und Fülle. Dort hat auch Manuel Heinsmann vom Eiscafé Felder in der Alten Winzler Straße 5 einige interessante Kreationen entdeckt. Er hat auch Pina-Colada-Eis sowie die Sorten „Saure Apfelringe“ und „Magic Lotta“ – was besonders Kinderherzen höher schlagen lässt, färbt das Eis doch die Zunge blau. Eissorten mit Cheese Cake als Basis, mit verschiedenen Fruchtsorten marmoriert, sind ebenfalls Highlights unter Heinsmanns 40 Eissorten, die für 1,40 Euro je Kugel zu haben sind.