Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Was die steigenden Dieselpreise für den Busbetrieb der Stadtwerke bedeuten

2024 haben die Stadtwerke bereits den Einsatz von E-Bussen getestet. Nun sollen zunächst sechs Exemplare angeschafft werden.
2024 haben die Stadtwerke bereits den Einsatz von E-Bussen getestet. Nun sollen zunächst sechs Exemplare angeschafft werden.

Die steigenden Dieselpreise bereiten auch den Pirmasenser Stadtwerken im Busbetrieb Probleme. Die Lage sei aber noch beherrschbar, sagt Geschäftsführer Christoph Dörr.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen warnte bereits davor, dass einzelne Linien stillgelegt werden könnten, um die Kostensteigerungen aufzufangen. So weit werde es voraussichtlich in Pirmasens nicht kommen, versicherte Dörr. Er kenne aber Busunternehmen, die aktuell Probleme bekämen. Die Pirmasenser Stadtbusse führen allerdings keine riesigen Strecken, auf denen viel Sprit verbraucht werde.

Die Preissteigerungen beim Diesel könnten jedoch in den kommenden Wochen noch ganz andere Ausmaße annehmen, befürchtet der Stadtwerke-Geschäftsführer. Europa erhalte beträchtliche Menge an fertig raffiniertem Dieselkraftstoff aus Übersee und produziere somit nicht alles selbst. Vor zwei Tagen sei bekannt geworden, dass vier Dieseltanker auf dem Weg nach Europa die Route geändert hätten und in Richtung Süden weitergefahren seien. Das könne zu einer Diesel-Knappheit in Deutschland führen, befürchtet Dörr.

Hoffnung auf sechs E-Busse im kommenden Jahr

Ein schneller Umstieg auf Elektrobusse sei für die Stadtwerke in dieser Situation nicht in Sicht. Immerhin: Im Dezember erhielten sie eine Förderzusage des Bundesverkehrsministeriums in Höhe von 1,16 Millionen Euro – mit diesem Geld sollen 75 Prozent der Mehrkosten bei der Anschaffung von E-Bussen gegenüber Verbrennermodellen gedeckt werden. Sechs solcher Busse – ein neues Exemplar kostet voraussichtlich 600.000 Euro – hofft Dörr im kommenden Jahr zu erhalten, derzeit würden die Ausschreibungen vorbereitet. Getestet haben die Stadtwerke die E-Busse bereits im Jahr 2024. Zum Einsatz kamen damals Modelle mit einer Reichweite von bis zu 350 Kilometer pro Batterieladung.

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