Pirmasens
Was die Besucher beim Tierschützer-Flohmarkt am Wochenende erwartet
„Wir müssen die Ware wegkriegen“, erzählt Waltraud Prokopeck vom Verein „Menschen für Tiere“, der mit dem Tierschutzverein des Tierheims den Flohmarkt ausrichtet. Deshalb wollten die Vereine zunächst einen Freiluft-Flohmarkt mit Pagodenzelten auf dem unteren Messeparkplatz veranstalten. Dann ergab sich, dass trotz Corona auch ein Hallenflohmarkt mit Besucherbegrenzung möglich sein könnte − und diese Gelegenheit wollten die Tierschützer nutzen. Wegen der Kürze der Zeit und dadurch, dass nur die Halle 5B verfügbar ist, wird der Markt jedoch kleiner ausfallen. Eine Verköstigung mit Kaffee und Kuchen oder Suppe werde es für die Besucher nicht geben. Die Konferenzräume der Messe stehen nicht zur Verfügung, da dort das Corona-Testzentrum untergebracht ist.
350 Besucher zeitgleich zugelassen
Die Corona-Auflagen erfordern eine Begrenzung der Besucherzahl auf 350 Personen, die gleichzeitig in der Halle sein dürfen. Außerdem gilt die 3G-Regel, was von Mitarbeitern der Tierrettung Contwig kontrolliert werden soll. Darüber sind die Vereine sehr froh. „Das könnten wir nicht auch noch leisten“, sagt Evi Hopmeier vom Vorstand des Tierschutzvereins.
In der Halle 5B gibt es am Wochenende wie gewohnt eine große Auswahl an Geschirr zu sehen. „Schönes, altes Geschirr ist das“, schwärmt Waltraud Prokopeck und zeigt bei einem Rundgang auf Einzelstücke, die Seltenheitswert haben könnten. Das Angebot an Büchern und CDs ist dieses Mal etwas kleiner, hat aber immer noch eine große Bandbreite von den Tagebüchern Joseph Göbbels über die Biografie von Franz Josef Strauß bis zu alten Werkausgaben von Goethe, Schiller und Heine. Dazu Romane von Konsalik oder Simmel in rauen Mengen.
Eine größere Auswahl an Kaffeemaschinen, Lampen und Koffern findet sich in der Halle neben einem Berg an Stofftieren und einer Ecke mit sehr viel Weihnachtsdeko. Sammlerstücke wie Plattenspieler oder Küchenwaagen aus den 1950er Jahren gibt es ebenfalls.
Zukunft des Flohmarkts unsicher
Die Einnahmen des Flohmarkts gehen komplett an die beiden Vereine und decken nur zu einem kleinen Teil deren Ausgaben. „Wir haben im vergangenen Jahr allein 70.000 Euro für Tierärzte ausgeben müssen“, nennt Prokopeck für ihren Verein eine Zahl.
Beide Vereine werden während des Flohmarkts auf keinen Fall neue Ware annehmen, betonen Prokopeck und Hopmeier. „Dazu haben wir keine Zeit.“ Überhaupt steht vor weiteren Flohmärkten ein Fragezeichen. Die Zahl der Helfer werde immer weniger, klagt Prokopeck. Aktuell stemmen fünf Frauen die ganze Arbeit. „Das geht nicht mehr lange, wenn sich keine neuen Helfer melden“, ist sich die Tierschützerin sicher.
Öffnungszeiten:
Am Samstag und Sonntag, 25. und 26. September, von 9 bis 17 Uhr. Der Eingang ist oben.