Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Warum in Pirmasens trotz erhöhtem Wasserverbrauch keine Knappheit droht

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Der Pirmasenser Wasserverbrauch ist im August drastisch gestiegen. Beinahe 20 Prozent mehr Wasser haben die Pirmasenser aus dem Stadtwerkenetz bezogen. Bereits im Juli hatte sich eine Steigerung abgezeichnet. Mit der vermehrten Anschaffung von privaten Schwimmbädern soll der Anstieg aber nichts zu tun haben, mutmaßen die Stadtwerke.

„Wir haben keinen Wassermangel“, betont Stadtwerke-Sprecher Richard Urbany. Selbst wenn der Verbrauch im dieses Jahr wieder heißen August drastisch gestiegen ist, wird den Stadtwerken nicht bange und Aufrufe zum Wassersparen wie in der Vorderpfalz sind in Pirmasens noch nicht angebracht. Worauf der Anstieg zurückzuführen ist, kann Urbany nicht genau sagen. Die Vermutung, dass es mit privaten Schwimmbädern und Pools zu tun haben könnte, hält der Stadtwerke-Sprecher jedoch nicht für realistisch. Eher könnte das Coronavirus dafür gesorgt haben, da viele Pirmasenser zu Hause sind und auch nicht in Urlaub fahren. Im August seien auf jeden Fall die extrem heißen Temperaturen eine der Hauptursachen.

Im Juni verzeichneten die Stadtwerke noch eine geringere Menge beim Wasserverbrauch. 276.000 Kubikmeter waren 2019 im Juni verbraucht worden. Dieses Jahr waren es 269.000. Das änderte sich im Juli. Dort war ein Anstieg um 6,5 Prozent auf 303.000 Kubikmeter verzeichnet worden. In den ersten 18 Tagen des August jedoch wurde das getoppt. Um 18,5 Prozent stieg der Verbrauch gegenüber den ersten 18 Tagen des August 2019 auf 183.000 Kubikmeter. Der höchste Verbrauch wurde dieses Jahr am 10. August mit 11.841 Kubikmetern gemessen. Der heißeste Tag des Monats war der 9. August mit 36 Grad Celsius. Am Folgetag waren es noch 34 Grad Celsius.

Ängste wegen einer vermeintlichen Wasserknappheit hält Stadtwerke-Sprecher Urbany auch längerfristig für unnötig. Durch die örtlichen Gegebenheiten stelle sich die Situation in Pirmasens ganz anders als beispielsweise in der Vorderpfalz dar. Das Pirmasenser Trinkwasser werde ausschließlich aus Grundwasser gewonnen. Die Stadtwerke verfügen über neun Brunnen. Das Wasser wird in zwei Wasserwerken aufbereitet. Meist passiert dies im Wasserwerk Rodalben. Das Wasserwerk Eichköpfchen im Bereich der Alten Landstraße bei Lemberg dient nur als Reserve, falls das Rodalber Wasserwerk mal ausfällt. „Somit ist die Versorgung mit Trinkwasser jederzeit sichergestellt“, betont Urbany.

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