FUSSBALL
Warum auch das Spiel des FK Pirmasens in Walldorf mit Verspätung begann
Der FC-Astoria Walldorf ist einer der sechs Vereine, die gegen die Weiterführung der Regionalliga-Saison im Dezember geklagt hatten. Die Nordbadener hielten dies angesichts der Corona-Krise für nicht zumutbar. Nun, das Landgericht Mannheim lehnte den Antrag auf eine Einstweilige Verfügung ab; Walldorf spielt unter Bedenken weiter. Zum Heimspiel am Dienstag wies die Astoria den Gästen aus der Pfalz vier Umkleidekabinen zu, in denen sich jeweils maximal sechs Personen aufhalten durften, damit sich die Fußballer im geschlossenen Raum nicht zu nahe kommen. Nur waren diese Kabinen recht weit von der Spielstätte im Dietmar-Hopp-Sportpark entfernt.
„Keine Info bekommen“
Als um 19 Uhr das Geisterspiel beginnen sollte, standen nur die Kicker des Gastgebers auf dem Rasen. „Kein Wunder, die haben ihre Kabinen ja auch direkt am Platz gehabt. Wir dagegen hatten einen Fußweg von gefühlt fünf Minuten, und wir haben keine Info bekommen, dass es losgeht“, sagte FKP-Trainer Patrick Fischer dazu.
Schmitts zweites Saisontor
Sei es, wie es sei. Die zu spät gekommenen Pirmasenser legten einen Blitzstart hin und hatten bereits nach 70 Sekunden eine Mega-Chance. „Er war wohl zu überrascht, dass der Ball bei ihm gelandet ist“, suchte Fischer nach einer Erklärung dafür, wieso sein Rechtsaußen Tom Schmitt den Ball nicht im Tor unterbrachte. „Tom war in der ersten Halbzeit nicht so im Spiel“, sagte der Coach zur zweiten, von Schmitt verstolperten Riesenmöglichkeit nach klasse Zuspiel von Benno Mohr. Fischer ließ den in der zweiten Hälfte besser werdenden Schmitt wegen seiner Kopfballstärke aber bis zum Schluss auf dem Platz. Das zahlte sich aus. Der Ex-Homburger, der bis zum Sommer fast ein Jahr wegen eines Kreuzbandrisses pausiert hatte, köpfte kurz vor Schluss das 2:0. Sein zweites Saisontor entschied die spannende Partie.
Lob für Neofytos
Sehr zufrieden zeigte sich Fischer mit Stürmer Konstantinos Neofytos, der zum erst zweiten Mal in dieser Runde von Beginn an spielte. „,Neo’ hatte Probleme mit der Umstellung, neben dem Fußball jetzt auch noch eine Berufsausbildung zu machen, aber in den letzten Wochen ist er wieder rangekommen. Er hat viele Bälle erkämpft und geklemmt.“