Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Warum angehende Abiturientinnen einen Kindergarten streichen

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Das Maskottchen des Kindergartens auf dem Sommerwald ist jetzt auch von außen sichtbar. Schülerinnen des Leibniz-Gymnasiums haben die Fassade der Einrichtung in den letzten Wochen verschönert.

„Unser Kindergarten wirkt jetzt so freundlich und einladend.“ Kita-Leiterin Silvana Gries und ihre Vorschulkinder durften diese Woche gemeinsam mit Bürgermeister Michael Maas und Jugendpflegerin Bettina Walnsch der neu gestalteten Außenwand der Kita Samselo auf dem Sommerwald den letzten Schliff verpassen. Carolin Guth, Rebecca Rohr, Melissa Eder, Cosima Maly, Hannah Hof und Isabel Klein, Schülerinnen des Pirmasenser Leibniz-Gymnasiums, hatten zuvor zusammen mit ihrer Lehrerin Daniela Schilling die Fassade bunt und kindgerecht verschönert. Maskottchen Samselo strahlt den Besuchern nun groß und freundlich entgegen.

Vorschüler sorgen für letzten Schliff

Mit farbigen Handabdrücken durften die acht Vorschüler am Dienstag der neuen Außenwand des Kindergartens ihren Stempel aufdrücken. Daraus zauberten die angehenden Abiturientinnen im Anschluss bunte Blumen. Die sechs Mädchen hatten davor schon perfekte Arbeit geleistet und in fünf Arbeitstagen ein rund zehn Meter langes Wandbild auf die Fassade der Kindertagesstätte aufgebracht.

„Die graue Gebäudewand hat mich schon länger gestört“, erzählt die Kita-Leiterin. Irgendwann habe sie sich daran erinnert, dass Schüler des Pirmasenser Leibniz-Gymnasium schon einmal einen Kindergarten verschönert hatten. „Ich habe einfach dort nachgefragt, ob so etwas geht“, sagt sie. Es ging! Die Planung für das Wandbild habe bereits im Winter begonnen, erzählt Gries. Unterstützt bei der Umsetzung haben sie neben der Kunsterzieherin zudem die Verantwortlichen und Mitarbeiter der Stadt. Die hätten auch zu Beginn für die nötige, neue Wandgrundierung gesorgt, erzählt sie.

Vorstellungen perfekt umgesetzt

Die Ideen für das Wandbild seien dann zusammen mit den Kita-Mitarbeitern, den Kindergarten-Kindern, den Schülerinnen und ihrer Lehrerin entstanden. „Es gab Vorstellungen von unserer Seite, die die Mädchen perfekt umgesetzt haben“, berichtet die Erzieherin. So entstand das Bild, das das Kita-Maskottchen in unterschiedlichen Jahreszeiten zeigt, zuerst als Skizze auf dem Papier. Das Wissen um die nötige Technik erhielten die Mädchen im Anschluss von ihrer Kunsterzieherin. Corona habe das Projekt zwar ein wenig verzögert, die eigentliche Umsetzung sei dann aber schnell gegangen. Am letzten Samstag im Juni haben die Schülerinnen mit der Arbeit begonnen. „Wir haben das Bild am späten Abend auf die Hauswand projiziert und dann vorgezeichnet“, erzählt Hannah Hof. „Die nächtliche Aktion hat bei den Anwohnern für einiges Erstaunen gesorgt“, fügt Gries an. Viele von ihnen hätten sich inzwischen positiv geäußert und sie auf das farbenfrohe Bild angesprochen, sagt sie. Auch die Künstlerinnen sind begeistert von ihrem Werk. Ganz besonders das Samselo und die Schmetterlinge haben es ihnen und den Kindern angetan. Es sei schon ein schönes Gefühl, am Haus vorbeizufahren und das fertige Bild zu sehen, sagen die Mädchen. „Jetzt sieht man endlich schon an der Fassade, dass hier ein Kindergarten ist“ freut sich die Kita-Leiterin, die schon neue Ideen im Kopf hat.

Die kommunalen Kita auf dem Sommerwald besuchen aktuell 40 Kinder in zwei Gruppen. Die Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren werden von fünf Erzieherinnen betreut. „Samselo“ steht für „Spielen, Aufpassen, Mitmachen, Spaß haben, Erleben, Lernen und Orientieren“.

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