Clausen / Heltersberg RHEINPFALZ Plus Artikel Wandertipp Gelber Fels: gelbe Flechten, alte Wege, kühles Wasser

Der Gelbe Fels ist schon von weitem an seiner außergewöhnlichen Farbe zu erkennen.
Der Gelbe Fels ist schon von weitem an seiner außergewöhnlichen Farbe zu erkennen.

In der Nähe des Clausensees, zwischen Clausen und Heltersberg, steht der Gelbe Fels“ Eine Flechte gibt der Formation ein ganz besonderes Aussehen.

Der Gelbe Fels liegt entlang des Brunnenwanderweges, der auf rund 40 Kilometern durch und um die Gemeinde Heltersberg herum verläuft. Wer nicht die ganze Runde laufen möchte, kann den Wanderweg in kleinere Teilstrecken unterteilen. Als Startpunkt für die Tour zum Gelben Felsen eignet sich der große Wanderparkplatz an der Hundsweihersägemühle. Dort hängt eine Tafel, die eine Übersicht über die Gesamtstrecke bietet.

An dieser Stelle finden Sie Kartenmaterial von Outdooractive

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Mehrere Felsen in der Nachbarschaft sind ebenfalls von einer Flechte überzogen, die den Felsen ein besonderes Äußeres verleiht.
Mehrere Felsen in der Nachbarschaft sind ebenfalls von einer Flechte überzogen, die den Felsen ein besonderes Äußeres verleiht.

Wir laufen entlang des Hundsweihers, nach wenigen Metern zeigt ein Schild mit gelber Spitze einen Schotterweg nach oben. Ausgewiesen sind unter anderem der Gelbe Fels und der Kasimirfels. Der breite Wirtschaftsweg durch den Wald führt kontinuierlich bergan, im Tal ist das Gluckern des Hundsbächels zu hören.

Am Wanderparkplatz hängt eine Karte des gesamten Brunnenwanderwegs.
Am Wanderparkplatz hängt eine Karte des gesamten Brunnenwanderwegs.

Besonderes Aussehen

Es dauert nicht lange und ein helles Gelb leuchtet hinter Baumstämmen hervor: Der Gelbe Fels hält, was sein Name verspricht. Das Gestein ist über und über mit einer gelben Flechte überzogen, die ihm ein ganz besonderes Aussehen verleiht. Einige Meter weiter liegt ein weiterer Fels, an dem das Phänomen sogar noch deutlicher zu erkennen ist – und es wird nicht das letzte Exemplar auf diesem Weg sein. Je nach Sonnenbestrahlung erstrahlen die Felsen in einem hellen Gelbton und sehen aus, als seien sie mit Schwefel bestäubt worden.

Zum Gelben Felsen geht’s erst Mal den Berg hoch.
Zum Gelben Felsen geht’s erst Mal den Berg hoch.

Weiter geht es auf dem Wirtschaftsweg, das nächste Schild weist auf einen Abstecher zum Sandbrünnchen hin. 200 Meter geht es dafür durch den Wald. Dort liegen mit grünem Moos überzogene Steine, die erkennbar in einer Form angeordnet sind. Wieder zurück auf dem Hauptweg informiert eine Tafel einige Meter weiter, dass es sich wohl um eine ehemalige Viehtränke handelt, die von Menschen erbaut wurde und vermutlich sehr alt ist.

Hier führte früher die „Alte Hundsstraße“ entlang.
Hier führte früher die »Alte Hundsstraße« entlang.

Wer will, kann sich an dieser Stelle tiefer im Wald auf Entdeckungsreise begeben. Ein Schild weist den Kasimirfels aus, der nach Kurfürst Kasimir (1543 bis 1592) benannt ist. Nach einem kurzen, dafür steilen Abstieg liegt der Kasimirfels hinter Bäumen und Sträuchern auf der rechten Seite. Ein schmaler Pfad führt an den Fuß des Felsen, auf dem ebenfalls die leuchtend gelben Flechten wachsen.

Wer will, kann den Hauptweg verlassen und durch den Wald zum Sandbrünnchen.
Wer will, kann den Hauptweg verlassen und durch den Wald zum Sandbrünnchen.

Woher kommt der Name „Hundsstraße“?

Wieder zurück auf dem Weg geht es weiter auf den kleinen Hundsberg, auf dem wir den Brunnenwanderweg verlassen. Zuerst informiert aber ein Schild über die Hundsstraße, einen alten Weg, der in die fränkische, römische und keltische Zeit zurückreicht. Schon zuvor kamen wir an der Alten Hundsstraße vorbei, die stark eingewachsen ist. Es gibt verschiedene Deutungen, woher der Name „Hundsstraße“ stammt. Zu römischer Zeit diente sie als Verbindungsweg zwischen dem Rheintal und den Siedlungen im Bliesgau. Vielleicht, so steht es auf dem Schild, kommt der Name daher, dass auf einer Strecke von 250 Metern ein Höhenunterschied von 100 Metern überwunden werden musste. Dieses anstrengende Wegstück könnte den Schimpfnamen „Hunds“berg erhalten haben.

Am Sandbrünnchen selbst braucht es etwas Fantasie, um die ursprüngliche Form zu erkennen.
Am Sandbrünnchen selbst braucht es etwas Fantasie, um die ursprüngliche Form zu erkennen.

An dieser Stelle verlassen wir den Brunnenwanderweg und nehmen eine Abzweigung nach links, um den kleinen Hundsberg wieder nach unten zu laufen. Auf diesem Teilstück zeugen Spuren von frischen Forstarbeiten. Entlang des steilen Weges nach unten lassen sich zahlreiche Flutmulden erkennen, die das Regenwasser bei Starkregenereignissen aufnehmen und verlangsamen sollen, damit es nicht ungebremst ins Tal rauschen kann.

Der Kasimirfels liegt abseits ds Weges.
Der Kasimirfels liegt abseits ds Weges.

Nach der Wanderung zum Clausensee

Der Weg führt hinab zum Hundsbächel, dessen Verlauf wir zurück in Richtung Parkplatz folgen, begleitet vom Geplätscher des Wassers. Hier befinden wir uns wieder auf dem Brunnenwanderweg, unter anderem der Korbmacher Brunnen ist ausgeschildert.

Nach der Wanderung lädt ein Besuch des Clausensees.
Nach der Wanderung lädt ein Besuch des Clausensees.

Zurück am Parkplatz geht es für uns weiter auf einem schmalen Pfad parallel zur Straße in Richtung Clausensee. Im Sommer lässt sich hier baden, wer will, kann am See in einem Kiosk einkehren. Auf dem Gelände findet sich zudem ein Kneipp-Becken. Das eiskalte Wasser des Schwarzbaches, dem Zufluss des Clausensees, ist nach der Zehn-Kilometer-Wanderung einfach herrlich.

Fazit: Der breite Weg ist gut zu begehen, die gelben Felsen ein außergewöhnliches Fotomotiv. Wer sich dafür entscheidet, die kurzen Abstecher zum Sandbrünnchen und Kasimirfelsen zu gehen, muss Trittsicherheit mitbringen.

Der Clausensee.
Der Clausensee.
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