Pirmasens VR-Bank: Staatsanwaltschaft ermittelt noch

Wie konnten zwei Mitarbeiter der VR-Bank Südwestpfalz über Jahre hinweg in Pirmasens 1,1 Millionen Euro veruntreuen, und welche Strafe droht ihnen? Auf diese Fragen gibt es noch immer keine Antwort. Die Staatsanwaltschaft in Zweibrücken hat ihre Ermittlungen zu dem Fall noch nicht abgeschlossen.
Laut Paul Heim, dem Vorstandsvorsitzenden der VR-Bank Südwestpfalz, hat die Bank den Bericht einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über den Vorfall an die Zweibrücker Staatsanwaltschaft übergeben. Deren Leiterin Iris Weingardt erklärte auf RHEINPFALZ-Nachfrage, die Ermittlungen zur mutmaßlichen Veruntreuung dauerten an. Die Polizei müsse die umfangreichen Unterlagen auswerten. Es sei nicht abzuschätzen, wie lange das dauert und welche weiteren Schritte dann folgen. Heim sagte der RHEINPFALZ, er rechne dieses Jahr nicht mehr mit einem Ergebnis. Wie zuletzt am 28. Juli berichtet, sollen zwei inzwischen in Rente gegangene Mitarbeiter der Bank während ihrer Dienstzeit über Jahre hinweg am Standort Pirmasens rund 1,1 Millionen Euro veruntreut haben, möglicherweise mit der Hilfe eines Dritten. Das hatte die Bank im April öffentlich gemacht. Die Mitarbeiter sollen über Jahre in die Bargeldkasse gegriffen und sich gegenseitig gedeckt haben. Einer der Männer hatte die Tat im Februar dem Vorstand gemeldet, kurz vor seinem Ruhestand. Die Bank erstattete Anzeige. Allerdings liegt die Veruntreuung wohl mehrere Jahre zurück, weshalb sich auch die Frage der Verjährung stellt. Heim hatte erklärt, den Bankkunden sei kein Schaden entstanden, doch habe die Bank einen Imageschaden erlitten. Er verstehe den Ärger und die menschliche Enttäuschung der Kunden. Die Bank habe inzwischen nachgebessert. „Es gibt jetzt andere Vorgänge, andere Regelungen, eine andere Bestandsaufnahme“, hatte Heim im Juli berichtet.