Pirmasens Vortrag: Wie die Geschichte der Pfälzer Wandermusikanten erforscht wird

Ein historisches Foto dokumentiert eine Tournee der Pfälzer Wandermusikanten.
Ein historisches Foto dokumentiert eine Tournee der Pfälzer Wandermusikanten.

Die Pfälzer Wandermusikanten und die heutige Forschung zu diesem Thema sind Inhalte eines Vortrags, den der Historische Verein Pirmasens organisiert.

Der Historische Verein Pirmasens lädt für Montag, 27. April, zu einem Vortrag mit Barbara Schmidt vom Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern (IPGV) ein. Thema des Abends ist „Pfälzer Wandermusikanten – Einblicke in die Geschichte und die aktuellen Forschungsmöglichkeiten am IPGV“.

Barbara Schmidt, zuständig für den Bereich Migrationsgenealogie am IPGV, widmet sich in ihrem Vortrag der faszinierenden Geschichte der Pfälzer Wandermusikanten, die sich im 19. Jahrhundert aus wirtschaftlicher Not heraus in der Westpfalz entwickelte. Musiker aus zahlreichen Dörfern rund um Kusel schlossen sich zu reisenden Kapellen zusammen und traten weltweit auf – von England über die USA bis nach Brasilien, Russland oder China.

Familien in der Heimat unterstützt

Bereits als Kinder wurden die sogenannten „Osterbuben“ in die Kapellen integriert und erlernten das Musizieren, um später mit auf Tournee zu gehen. Die Kapellen, geführt von erfahrenen Kapellmeistern, zeichneten sich durch hohe musikalische Qualität aus und erlangten als „German Bands“ internationale Bekanntheit. Mit ihren Einkünften unterstützten die Musiker ihre Familien in der Heimat maßgeblich.

Bis heute leben viele Nachkommen der Wandermusikantenfamilien in der Westpfalz, vor allem in Orten wie Jettenbach oder Mackenbach. Seit einigen Jahren wird das Thema am IPGV wissenschaftlich bearbeitet.

Info

Der Vortrag findet am Montag, 27. April, 19.30 Uhr, im Carolinensaal in Pirmasens statt. Der Eintritt ist frei.

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