Tischtennis RHEINPFALZ Plus Artikel „Vor zwei Wochen waren wir tot“: Oberligist Nünschweiler holt auf

Geht doch! Nünschweilers Kapitän Timo Schultz (links) und sein Doppelpartner Marcel Dohmen jubeln nach ihrem Sieg im fünften Sat
Geht doch! Nünschweilers Kapitän Timo Schultz (links) und sein Doppelpartner Marcel Dohmen jubeln nach ihrem Sieg im fünften Satz. Am Ende feiert auch die TTC-Mannschaft ihren zweiten Saisonerfolg.

Tischtennis-Oberligist TTC Nünschweiler feierte am Sonntag seinen ersten Heimsieg in dieser Saison – und der fiel gleich ziemlich deutlich aus: 9:1 gegen die DJK SV RW Finthen.

Es war der zweite Erfolg in Serie nach sechs klaren Niederlagen in den ersten sechs Saisonspielen. „Vor zwei Wochen waren wir tot“, sagte TTC-Vorstandsmitglied Lothar Wiche bereits während der Partie, als seine Mannschaft überraschend gegen die solide im Mittelfeld stehenden Mainzer mit 5:0 führte. Die Chance, wieder Kontakt zu den Nichtabstiegsrängen der Oberliga aufzunehmen, war da schon greifbar nahe.

Freytag und Schmidt nur Zuschauer

Der Start mit 0:12 Punkten lässt sich damit erklären, dass immer Stammpersonal und vor allem der angeschlagene Spitzenmann Fabian Freytag fehlte. „Fabian hat es schon mal im Training versucht. Aber er ist nach seinem Bänderriss noch nicht ganz fit. Wie lange es dauert, bis er wieder spielt, ist noch nicht absehbar“, informierte TTC-Betreuer Peter Becker. Wie auch Neuzugang Philipp Schmidt, der wegen einer Handverletzung noch pausiert, feuerte Freytag am Sonntag sein Team in der Halle an.

Nünschweiler zeigte eine ganz starke Leistung. Der Sieg von Timo Schultz und Marcel Dohmen im Doppel war ein Sinnbild dafür, dass der TTC am Sonntagnachmittag stets die bessere Antwort parat hatte. 5:9 lagen sie im fünften Satz gegen die Finthener Jan Stippich/Nils Christmann zurück und griffen mutig an. Mit einer Serie gingen Schultz/Dohmen mit 10:9 in Führung, ließen einer krachenden Vorhand die nächste folgen. Dennoch mussten sie in der Folge einen Matchball abwehren. Schultz war es, der mit einem fulminanten Vorhandschlag den Punkt zum 13:11 machte. Damit insgesamt 2:0, da zuvor schon Henry Wiche und Lars Wolf ihr Doppel gewonnen hatten. „Läuft ganz gut für uns“, merkte Wiche locker an. Er ließ in seinem ersten Einzel dem gegen Ende völlig entnervten Nils Christmann keine Chance.

Schultz dreht Match noch

Timo Schultz sah in seinem ersten Einzel eineinhalb Sätze lang wie der deutliche Verlierer aus. Gegen Noppenspieler Jan Stippich lag er mit 4:11 und 2:7 im Hintertreffen, fand dann jedoch in sein Spiel und schaukelte die Partie in vier Sätzen nach Hause. „Für Timo ist es schon schwer im Spitzenpaarkreuz. Da freut mich jeder Sieg doppelt“, erzählte Lothar Wiche. Nachdem Dohmen und Lars Wolf ihre Kontrahenten an die Wand gespielt hatten, war der Team-Sieg beim Stand von 6:0 bereits nach 89 Minuten gesichert. Dohmen präsentierte sich in seinem Match gegen den brachial angreifenden Moritz von Streng sehr variantenreich. Lars Wolf ließ Danny Rudolph keine Chance und fand eine gesunde Mischung aus Block- und Angriffsspiel.

„Jetzt müssen wir noch gegen Leiselheim und Oppau gewinnen, dann sind wir wieder im Rennen“, verbreitet Betreuer Becker Optimismus. Aktuell ist Nünschweiler mit 4:12 Punkten Drittletzter hinter Frankenthal, Finthen (je 5:7) und Berus (5:9).

SO SPIELTEN SIE

TTC Nünschweiler - DJK SV RW Finthen 9:1. Henry Wiche/Lars Wolf - Danny Rudolph/Moritz von Streng 3:1, Timo Schultz/Marcel Dohmen - Jan Stippich/Nils Christmann 3:2, Wiche - Christmann 3:0, Schultz - Stippich 3:1, Dohmen - von Streng 3:0, Wolf - Rudolph 3:0, Wiche - Stippich 3:1, Schultz - Christmann 3:0, Dohmen - Rudolph 2:3, Wolf - von Streng 3:1.

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