Pirmasens Von Woche zu Woche:

Die Heinrich-Kimmle-Stiftung hat sich mal wieder als Retter in der Not erwiesen. Kürzlich erst hatten die Verantwortlichen ihren Einstieg bei der Sportsbar am Bahnhof bekanntgegeben – und so den Weiterbetrieb gesichert. Jetzt sind sie der Stadtverwaltung erneut zur Seite gesprungen, als die nach dem Ausstieg der Firma DSG keinen Anbieter gefunden hat, der das Mittagessen für fünf Kindergärten zubereiten wollte. Besonders sympathisch: Die Kimmle-Stiftung macht aus all dem keinen großen Hehl. Sie hilft einfach. Das ist höchst professionell. Auch gut: Dass die Mensa der Hochschule auf der Husterhöhe wieder einen Betreiber hat. Ein funktionierender Essensbetrieb gehört zu einem Studienstandort einfach dazu, auch wenn er noch so klein ist. Mit der Arbeiterwohlfahrt, die in der Küche auch für „Essen auf Rädern“ kochen will, scheint ein solider Anbieter gefunden zu sein. Wenn es gelingt, auch Mitarbeiter der umliegenden Firmen und Institute in die Mensa zu navigieren, kann eigentlich nichts schief gehen. Dann müsste sogar ein Cafébetrieb funktionieren. Passen würde das. Die Husterhöhe hätte einen Treffpunkt. Und die schönen Räumlichkeiten mit Ausblick mitten auf dem Campus wären angemessen genutzt. Gut Ding will Weile haben. Das sagt man so. Bisweilen dürfte es aber ein bisschen schneller gehen. Beispielsweise bei der Stadtverwaltung. Vor einem Jahr hat die SPD-Fraktion einen Blumenschmuckwettbewerb vorgeschlagen, um das Stadtbild aufzupeppen. Eine schöne Idee, die aber offenbar einen langen Reifungsprozess erfordert. Auf Nachfrage hieß es jetzt aus dem Rathaus, dass das Konzept noch überarbeitet wird. Damit dürfte klar sein, dass Pirmasens zumindest optisch zum Landesturnfest Ende Mai nicht aufblüht. Das ist schade. Denn zu der Großveranstaltung kommen viele Auswärtige in die Stadt. Da hätte man es richtig bunt treiben können. Eine schöne Geste: Während andere urlauben, nimmt sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelika Glöckner heute Morgen Zeit für Bürgergespräche in der Fußgängerzone, auch, um ein Signal zu setzen gegen die Politikverdrossenheit und das Erstarken der AfD. Sie will keine Flyer verteilen, nur mit den Leuten reden. Respekt! Während des Wahlkampfs kann das jeder sagen.