Leichtathletik RHEINPFALZ Plus Artikel Viktoria Meyer und Christof Klein organisieren „Hawethon“-Marathon rund um Clausen

Beim Markieren der Strecke in Rodalben-Neuhof: Viktoria Meyer und ihr Lebensgefährte Christof Klein, mit dem sie zusammen den ne
Beim Markieren der Strecke in Rodalben-Neuhof: Viktoria Meyer und ihr Lebensgefährte Christof Klein, mit dem sie zusammen den neuen Marathon organisiert. Beide wollten ursprünglich zusammen in Hamburg die 42,195 Kilometer laufen.

Monatelang bereitete sich Viktoria Meyer aus Clausen auf den großen Frühjahrsmarathon in Hamburg vor. Dann gab es die Absage wegen der Pandemie. Die 34-jährige Bundespolizistin wollte aber nicht auf ihr Lauferlebnis verzichten. Was tun? Sie organisierte kurzerhand einen mit den Corona-Regeln konformen Marathon in ihrer Heimat und nannte ihn den „Hawethon“.

„Hawethon“ heißt der rund 42 Kilometer lange Lauf, weil er an dem Wochenende stattfindet, an dem man sonst in Clausen das Hawefest feiert. Vom heutigen Freitag bis zum Sonntag können die Teilnehmer – jeder für sich – den mit 660 Höhenmetern gespickten Marathon oder den Halbmarathon mit etwa 380 Höhenmetern in Angriff nehmen.

42 Kilometer auf Wald- und Radwegen

„Wir legen Wert darauf, dass es keinen Kontakt mit anderen Läufern gibt“, betont Viktoria Meyer, die den Hamburg-Marathon zusammen mit ihrem Lebensgefährten, dem ebenfalls bei der Bundespolizei arbeitenden Christof Klein, absolvieren wollte. Die von den beiden ausgesuchte und markierte Ersatz-Marathonstrecke führt fast durch die gesamte Verbandsgemeinde Rodalben. Man läuft ausschließlich auf Rad- und Waldwegen.

Jeder Läufer hat einen Begleiter auf zwei Rädern

Es sei eine rein private Veranstaltung, betont Meyer. Eine Anmeldung vor Ort sei nicht möglich. „Was aber möglich ist, sind virtuelle ,Battles’. Auf der Laufapp Strava kann man sich die Strecke detailgetreu herunterladen und virtuell gegen einen anderen Läufer laufen“, erklärt Meyer. Das Besondere: Jeder Teilnehmer wird von einem Radfahrer „eskortiert“, hat also seinen persönlichen Begleiter auf zwei Rädern.

Das Startgeld entfällt, stattdessen spenden die Teilnehmer einen Obolus zugunsten des Vereins „Glückstour – Schornsteinfeger helfen krebs- kranken Kindern“. Meyer: „Jeder Cent geht eins zu eins an die betroffenen Kinder und Familien.“ Für den Marathon liegen acht Meldungen vor, sieben Starter sind es beim Halbmarathon.

Starterpakete von den Sponsoren

Zur Verpflegung: Dank der beiden Sponsoren (Löwen-Apotheke in Thaleischweiler-Fröschen und Alnatura in Kaiserslautern) gibt es Starterpakete, die den Teilnehmern im Vorfeld übergeben worden sind. „Obwohl wir keinen richtigen Wettkampf haben und jeder für sich kämpft, machen wir etwas als Gemeinschaft und haben ein gemeinsames Ziel“, erklärt die Initiatorin. Sie ist seit 2007 Langläuferin und hat bereits zahlreiche Halbmarathons und drei Marathons absolviert. Ihre Marathonbestzeit liegt bei 4:09 Stunden.

„Für mich ist es das Schönste, bei der Aktion zu sehen, wie sehr der Sport verbindet. Die Thematik Laufen mit ihren Höhen und Tiefen an sich, wie doch jeder irgendwie mit den gleichen Problemen kämpft, egal, welches Niveau er hat“, erklärt Meyer.

Start und Ziel am Hawebrunnen

Die mit dem Fahrradtacho vermessene Marathonstrecke beginnt und endet am Clauser Hawebrunnen, führt über Donsieders an der Joggelhütte vorbei in den Rodalber Stadtteil Heide. Auf dem Radweg joggen die Teilnehmer weiter über die Imsbacher Mühle nach Münchweiler, am Hundesportplatz vorbei durchs Waschtal nach Hinterweidenthal. Von dort geht es ins Zieglertal.

Nach einer längeren Steigung führt die Strecke an der Burgruine Gräfenstein vorbei an den Ortsrand von Merzalben und weiter hinauf nach Leimen. Von dort folgen die letzten Kilometer über den Röderhof auf den Radweg am ehemaligen „Giftgaslager“ vorbei nach Clausen zum Hawebrunnen.

Halbmarathon beginnt im Zieglertal

Der Halbmarathon startet im Zieglertal bei Hinterweidenthal und führt auf der Marathonstrecke zum Ziel in Clausen.

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