Pirmasens / Zweibrücken Versuchter Mord: Mann tötet im psychischen Wahn fast seinen Nachbarn

Der Fall wird ab Donnerstag am Zweibrücker Landgericht verhandelt.
Der Fall wird ab Donnerstag am Zweibrücker Landgericht verhandelt.

Ein psychischer Ausnahmezustand und dadurch verursachte Paranoia samt Halluzinationen haben in Pirmasens fast zu einem Mord geführt. Der Fall wird ab dieser Woche am Landgericht Zweibrücken verhandelt. Laut Staatsanwaltschaft besuchte der Angeklagte im Januar seinen Nachbarn. Zunächst sollen sich die beiden Männer über verschiedene Themen unterhalten haben, ehe der Angeklagte seinen Gesprächspartner unvermittelt von hinten angriff und versucht haben soll, dessen Genick zu brechen.

Nur durch Hilferufe und das Herbeieilen weiterer Nachbarn konnte der Angriff beendet und Schlimmeres verhindert werden.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, soll der Angeklagte zu diesem Zeitpunkt unter einer akuten paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie gelitten haben. Dadurch soll er der Überzeugung gewesen sein, dass sein Nachbar mit Personen in Verbindung steht, die seine Familien töten wollen. Deswegen habe er beschlossen, seinen Nachbarn umzubringen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Steuerungsfähigkeit des Angeklagten aufgrund der psychischen Erkrankung zum Tatzeitpunkt erheblich vermindert war. Deshalb komme in Betracht, den Mann im Falle einer Verurteilung in einem psychiatrischen Krankenhaus anstatt im Gefängnis unterzubringen.

Die Hauptverhandlung startet am kommenden Donnerstag, 11. Juni, um 9 Uhr am Landgericht in Zweibrücken. Danach sollen drei weitere Prozesstermine am 12., 18. und 19. Juni folgen.

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