Pirmasens Verrücktes Spiel

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«Bundenthal.»70 Minuten in Unterzahl und nach 0:2-Rückstand bis zur 85. Minute noch 4:2 gewonnen! Die Sportfreunde Bundenthal haben in der Fußball-Landesliga gegen den SC Idar-Oberstein II ein verrücktes Spiel gemacht. Heute (15 Uhr) soll der vierte Sieg in Folge gelingen.

Gegen die Reserve des Oberligisten von der Nahe geriet Bundenthal vorigen Sonntag bereits in der ersten Minute in Rückstand. „Ich hatte kaum den Hintern auf der Bank, da stand es schon 0:1“, erzählt Sportfreunde-Coach Stefan Nagy. Der nächste Tiefschlag folgte nach 21 Minuten. Kapitän Jens Ehrstein sah wegen eines angeblichen Ellbogenschlags die Rote Karte. Nagy: „Ich hatte den Ball im Blick und habe keine Tätlichkeit gesehen. Jens hat gesagt, er hat nichts gemacht. Ich weiß, dass Jens kein Kind von Traurigkeit ist, aber ganz sicher waren beide beteiligte Spieler nicht ganz unschuldig.“ Wie lange Bundenthals Leistungsträger nun gesperrt ist, bleibt abzuwarten. Mit 0:1 ging’s in die Pause. „Ich habe in der Halbzeit gesagt, jeder muss Opfer bringen. Kompliment an mein Team. Wir waren in Unterzahl die bessere Mannschaft und haben auch noch Latte und Pfosten getroffen“, lobte Nagy. Auch nach dem 0:2 (63.) habe er an den Erfolg geglaubt: „Ich habe zum Linienrichter gesagt, dass wir gewinnen, wenn wir den Anschlusstreffer erzielen. Er hat mich nur ungläubig angesehen.“ Nagy hatte ein gutes Händchen bei seinen Wechseln. Nach 72 Minuten brachte er Jerome Schmidt, und dieser sorgte in der 85. Minute für das 1:2. Nach 59 Minuten war Andrei Grosu eingewechselt worden. Der Rumäne glich in der 86. Minute aus und verwandelte in der 90. Minute einen Elfer zur 3:2-Führung. Sein Landsmann Adrian Balea setzte in der Nachspielzeit noch einen Treffer drauf. Den heutigen Gegner, die SG Hoppstädten/Weiersbach, hat Bundenthal in höchst unangenehmer Erinnerung. Bei der bis dahin punktlosen SG setzte es im vergangenen August eine 1:7-Niederlage. Oldie Eloy Campos traf allein fünfmal, zwei weitere Treffer erzielte Sturmtank Alexander Bambach, der mit bisher 28 Saisontoren auf Platz zwei der Landesliga-Torjägerliste steht. Der SV Herschberg erwartet heute um 15 Uhr den VfR Kaiserslautern. Der FC Fehrbach muss am Ostermontag (15 Uhr) ebenfalls gegen den traditionsreichen VfR antreten, in diesem Fall allerdings auf dem Lauterer Erbsenberg im noch 5000 Zuschauer fassenden Waldstadion. Teile von dessen Holztribüne stammen übrigens aus dem Jahre 1925.

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