Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Verbandspokal: Rodalben, Hauenstein und Fehrbach weiter

Erzielte das 2:1 für den FC Rodalben und holte den Elfmeter zum 3:2 heraus: Ex-Zweitligaprofi Felix Müller (in Weiß), hier mit P
Erzielte das 2:1 für den FC Rodalben und holte den Elfmeter zum 3:2 heraus: Ex-Zweitligaprofi Felix Müller (in Weiß), hier mit Philipp Schneider vom Bezirksligisten SpVgg Waldfischbach/Burgalben.

Der FC Rodalben, der SC Hauenstein und der FC Fehrbach haben am Mittwochabend die dritte Verbandspokalrunde erreicht. Die 400 Zuschauer im Lindersbachstadion erlebten einen packenden Kampf, in dem ein ehemaliger Zweitliga-Profi und der frühere Torjäger der unterlegenen Waldfischbacher die Matchwinner aufseiten des FCR waren.

Klar überlegener SCH

SC Busenberg - SC Hauenstein 0:4 (0:2). Landesligist Hauenstein gab im Wasgauderby über die gesamte Spielzeit den Ton an und ließ dem A-Klasse-Vizemeister nicht den Hauch einer Chance. Wenn SCH-Spielertrainer Niklas Kupper etwas zu bemängeln hatte, dann „die mangelhafte Konsequenz bei der Verwertung der Tormöglichkeiten“. Busenberg habe vor 250 Zuschauern in einer sehr fairen Partie nicht eine echte Einschussmöglichkeit zu verzeichnen gehabt. Yannick Roth schoss die Gäste nach 22 Minuten in Führung. Mounir Rabahi traf bei seinem Pflichtspiel-Comeback im SCH-Trikot noch vor der Halbzeitpause zum 0:2 (42.). Ganz auf der sicheren Seite durfte sich der ohne Sebastian Stanjek und Kupper angetretene SCH fühlen, als Tim Keiser auf 0:3 (76.) stellte. Dann traf noch Justin Veith.

Zweimal Ernst

FC Fehrbach - SV Palatia Contwig 2:0 (1:0). Im Duell zweier Bezirksligisten und Kunstrasenteams gab es viel Mittelfeldgeplänkel. Die personell geschwächten Fehrbacher setzten auf ihre stabile Defensive und suchten konternd den Weg zum Erfolg. Ihr mitspielender Spielleiter Christoffer Lorett berichtete von „recht wenig Torraumszenen“. Eine davon nutzte Philip Ernst mit einer sehenswerten Bogenlampe von der Strafraumgrenze aus zum 1:0 in der 24. Spielminute. In Halbzeit zwei wurde Contwig aktiver, hatte auch einige Gelegenheiten, die aber ungenutzt blieben. Es war dann erneut Ernst, der das Erreichen der dritten Pokalrunde festschrieb, als er einen Ball, den Contwigs Keeper Jonas Betz nicht festhielt, zum 2:0 abstaubte. Fast wäre in der Schlussminute vor rund 200 Zuschauern in der, so Lorett, „absolut fairen Partie“ noch das 3:0 gefallen. Doch Yannik Bauer vergab nach einem Foul an Ernst den folgenden Strafstoß.

Dramatische Schlussminute

FC Rodalben - SG Waldfischbach/Burgalben 3:2 (2:2). Rund 400 Zuschauer erlebten einen packenden Pokalfight. A-Klasse-Aufsteiger Rodalben imponierte im Derby gegen den Bezirksligisten mit viel „Kampf und Einsatz“, so dessen Spielertrainer Julian Kölsch, und hatte zuweilen auch die nötige Portion Glück. So tauchte in der 80. Minute beim Stand von 2:2 der Ex-Hermersberger Jonas Berg frei vor FCR-Keeper Niclas Ludy auf und lupfte den Ball über Ludy, aber auch am Tor vorbei. Bei einer zweiten Chance schob Berg den Ball ebenfalls knapp am Tor vorbei. Kölsch: „Es war über weite Strecken ein offener Schlagabtausch, bei dem wir die etwas besseren Chancen hatten.“

Matchwinner waren der zu seinem Heimatverein zurückgekehrte Ex-Zweitliga-Profi Felix Müller und der frühere Waldfischbacher Julian Kölsch. Denn Müller, schon der Schütze des 2:1 (19.), setzte in der 85. Minute geschickt seinen Körper ein und war dann im Strafraum nur noch mit einem Foul zu stoppen; Kölsch vollstreckte den fälligen Elfer zum 3:2-Siegtor. Und es war spannend bis in die letzte Minute. Da schien Rodalben das 4:2 erzielt zu haben, als Schiedsrichter Timo Kustes auf Abseits entschied. Im Gegenzug blies Kustes keine Luft durch seine Pfeife, als ein Waldfischbacher im Strafraum zu Fall gekommen war. Kölsch: „Den hätte man geben können.“

Gästetrainer Reiner Wadle haderte mit „Gastgeschenken, die Rodalben zu den Toren nutzte“. Christoph Weller (13.) und Müller hatten diese zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung genutzt. Bereits in der zweiten Minute hatte Justin Justus den Gast in Führung geschossen. Dominik Grünnagels sorgte mit einer feinen Einzelleistung für den 2:2-Ausgleich .

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