Fußball
Verbandspokal: Ein Sickingerhöh-Klassiker und wie es für den FKP weitergeht
Schon vorige Saison gastierte Landesligist Hermersberg in der zweiten Pokalrunde des Südwestdeutschen Fußballverbands im Nachbardorf und machte in der Schlussviertelstunde den 3:0-Erfolg bei der gerade in die A-Klasse aufgestiegenen Spielgemeinschaft von SC Weselberg und FV Linden klar. In der vierten Verbandspokalrunde der Saison 2021/22 ging es wesentlich enger zu. Da führte Weselberg, damals noch Bezirksligist und nicht in Spielgemeinschaft mit Linden, nach der Pause mit 2:1. Nach dem 2:2-Ausgleich schaffte Hermersberg in der 88. Minute vor 700 Zuschauern das 3:2-Siegtor.
Einer mit viel Derby-Routine ist Hermersbergs Kapitän Pascal Masch, der seit 14 Jahren beim SVH spielt. Er weiß, was sein Team am Sonntag (Anpfiff: 16 Uhr) im Horbachtal erwartet. „Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es dort immer schwer ist. Wenn wir nicht 100 Prozent abrufen, kann es ein böses Erwachen geben“, warnt der in Herschberg wohnende Masch. Eine Rivalität zwischen Wesel- und Hermersberg bestehe auf alle Fälle. Allerdings sei es etwas ruhiger geworden, da zwischen beiden Vereinen mittlerweile zwei Klassen liegen. „Damals. als wir auf Augenhöhe waren, war da schon etwas mehr Brisanz drin“, erinnert sich der 32-Jährige.
„Keine Treterei“
Trotz aller Rivalität erwarte er eine faire Partie. „Natürlich will jeder gewinnen, und mit Sicherheit will uns Weselberg eins auswischen. Aber am Sonntag ist keine Treterei zu befürchten“, prophezeit Masch, der nach wie vor zum Kader der deutschen Bundeswehrauswahl gehört, für die im November ein Spiel in England ansteht. Die meisten Spieler der Sickingerhöh-Vereine seien untereinander bekannt. Man treffe sich bei Festen und anderen Anlässen.
Nach sieben Jahren unter Trainer Jens Mayer tritt Hermersberg erstmals in einem Pflichtspiel mit dem neuen Coach Christopher Ludy an. Der Leimener, zuvor Spielertrainer des Verbandsligisten FK Pirmasens II, wurde gemeinsam mit Weselbergs Angreifer Jascha Conzelmann 2014 mit dem FKP Oberligameister. Conzelmann spielt seit mittlerweile acht Jahren in Weselberg. Vergangene Runde sprang der in Wallhalben wohnende Fußballer sogar als Spielertrainer ein, bevor zu Beginn dieser Saison Jannick Rinner als Coach übernahm. „Das war genauso abgesprochen“, sagt Conzelmann. Seine Rückkehr ins Traineramt hält der pfeilschnelle Angreifer für unwahrscheinlich. „Eher nicht. Insgesamt ist das nicht so meins“, erklärt der 33-Jährige.
„Das vergessen wir mal“
Beim 4:2-Erstrundensieg gegen den Bezirksligisten FC Rodalben war Conzelmann ebenso wie auch Neuzugang Leon Anderie zweimal erfolgreich. Zum nächsten Gegner sagt Conzelmann: „Die Hermersberger sind klar favorisiert. Wenn die alles abrufen, wird es ganz schwer für uns.“ Wie gegen Rodalben werde seine Elf versuchen, so lange wie möglich ohne Gegentor zu bleiben. Chancenlos sei seine Mannschaft keinesfalls: „Wir haben viel Tempo nach vorne. Wir können Hermersberg schon Paroli bieten, wenn wir alles auf den Platz bringen. Dann entscheidet die Tagesform.“ Conzelmann rechnet bei gutem Wetter mit 500 Zuschauern. Natürlich bestehe eine gewisse Rivalität, obwohl einige Spieler beider Mannschaften befreundet seien. „Das vergessen wir mal während der Partie“, merkt Conzelmann schmunzelnd an.
WEITERE SPIELE
Zu einem Duell zweier Landesligisten erwarten die Sportfreunde Bundenthal am Sonntag um 16 Uhr die SG Rieschweiler. Zeitgleich bestreitet der SC Hauenstein in Frankweiler an der Weinstraße sein erstes Pflichtspiel. Sein Gastgeber ist der gerade in die B-Klasse Südpfalz aufgestiegene TuS Frankweiler/Gleisweiler/Siebeldingen, für den Oliver Hundemer (46), früher Ober- und Verbandsligaspieler beim SCH und beim FK Clausen, aufläuft.
SO GEHT’S WEITER
Die dritte Pokalrunde des Südwestdeutschen Fußballverbands (SWFV) wird am Dienstag ab 16 Uhr ausgelost. In dieser Runde steigen Regionalligist Schott Mainz, die Oberligisten – darunter Cup-Verteidiger FK Pirmasens – und die Verbandsligisten in den Wettbewerb ein. Das FKP-Verbandsligateam ist als zweite Mannschaft nicht teilnahmeberechtigt.
Die 64 Drittrunden-Lose befinden sich in vier regionalen Töpfen. „Diese sind im Normalfall mit den vier früheren Bezirken Westpfalz, Nahe, Vorderpfalz und Rheinhessen identisch“, sagt SWFV-Pokalspielleiter Klaus Karl. Der FKP wird also einen Gegner aus der Westpfalz bekommen. Die 32 Drittrundenpartien sollen am Mittwoch, 6. August, ausgetragen werden. Runde vier folgt Anfang September. Nach den Achtel- und Viertelfinals geht der Verbandspokal in die Winterpause. Karl: „Die beiden Halbfinals sind für März 2026 geplant.“