Jugendfußballspiel der Woche
Verbandsliga: FKP-U15 nach der Pause wie durch einen Zaubertrank verwandelt
Die wie durch einen Zaubertrank verwandelten U15-Fußballer des FK Pirmasens haben nach einem glücklichen 0:0 zur Pause ihr Heimspiel in der C-Junioren-Verbandsliga gegen den VfR Frankenthal noch mit 2:1 gewonnen.
Der starke Aufsteiger aus der Vorderpfalz war im ersten Spielabschnitt die einzige torgefährliche Elf auf dem Kunstrasen im Sportpark Husterhöhe. Regionalliga-Absteiger Pirmasens bot immer wieder durch seine breitgefächerte Grundordnung Räume an, die Frankenthal auch zu nutzen wusste. VfR-Mittelfeldregisseur Bennett Dopp lieferte die feinen Pässe, die Efe Incir und Sandro Mattern gefährlich im Pirmasenser Strafraum auftauchen ließen. Der überragende FKP-Keeper Deshawn Nadwornik rettete bis zur neunten Spielminute schon zweimal im Eins-gegen-eins gegen die beiden Stürmer. Dann fand Dopp wieder mit einem Pass in die Schnittstelle Mattern, der lieferte von der Grundlinie den Flachpass auf den mitgelaufenen Incir, und Beckham McVay grätschte ihm in höchster Not sieben Meter vor dem FKP-Gehäuse den Ball weg (11.). Fabio Schell rettete in gleicher Manier gegen Mattern (22.). Can-Luca Tüfenk leitete per Hacke weiter in den Lauf von Manuel Cinquemani, doch Keeper Nadwornik hatte den Braten gerochen und fischte ihm das Spielgerät noch vom Fuß.
FKP erst nach der Pause torgefährlich
Der FKP war in den ersten 35 Minuten nicht torgefährlich, wurde es aber sofort nach der Pause. Und zwar heftig. Ben Mayer durfte drei Ecken von links hintereinander reinschlagen. Alle auf den kurzen Pfosten. Alle gefährlich. Und der dritte Versuch saß. Isaiah-Romeo Doegah war mit dem Kopf zur Stelle – 1:0 (38.). Vier Minuten später schlug Frankenthal zurück. Wieder ein langer Ball, Mattern war frei durch und ließ dem FKP-Keeper keine Chance – 1:1. Mayer lieferte den Beweis, dass auch die FKP-U15 Spieler hat, die feine Pässe in die Schnittstelle spielen können. Der schnelle Lionel Weienberger tauchte so im VfR-Strafraum auf, sein Schuss wurde aber abgeblockt.
Die Heimelf lief jetzt früher an, war deutlich besser im Spiel. Das Selbstvertrauen wuchs. Connor Pearson zeigte ein beherztes Dribbling im Mittelfeld, Simon Golunski traf aus spitzem Winkel das Außennetz. Der 2:1-Siegtreffer (60.) fiel trotzdem überraschend und entsprang einem Freistoß aus gut 30 Metern. Mayer schlug den Ball hoch auf den langen Pfosten. Dort gingen vier FKP-Angreifer in Begleitung der gegnerischen Abwehrspieler auf das Spielgerät zu, doch keiner berührte es, und VfR-Keeper Mattia Iammarrone war davon so irritiert, dass er nur zögerlich reagierte und der Ball letztendlich im Netz landete.
FKP-Keeper Nadwornik kickt erst seit drei Jahren
„Mit der Leistung in der ersten Halbzeit war ich nicht so zufrieden. Da hatten wir zu viele Ballverluste. Nach der taktischen Änderung in der zweiten Halbzeit hatten wir klar mehr Ballbesitz“, bilanzierte Elija Wohlgemuth, der zusammen mit Steffen Käfer die FKP-U15 trainiert.
So sah es auch der von allen Seiten gelobte FKP-Keeper Nadwornik. Der 15-Jährige aus Lemberg verriet, dass er erst vor drei Jahren beim SV Lemberg mit dem Kicken in der Mannschaft angefangen hat und jetzt im zweiten Jahr beim FKP das Tor hütet. Dass er so gelobt wurde, gefiel ihm: „Das kann ruhig so weitergehen.“ Die nächste Chance dazu hat er am kommenden Samstag (Anstoß: 14.30 Uhr) in der Partie bei Wormatia Worms II.
SO SPIELTEN SIE
FK Pirmasens: Nadwornik - Bachert, Benicke, Doegah - Weienberger (70. Stumpf), McVay, Lukaj (58. Golunski), Schell (55. Neven Mayer) - Ben Mayer - Rech (55. Weiß), Lefebre (57. Pearson).