Pirmasens
Unterschiede bei der Hundesteuer: Ist das gerecht?
Tamar Frank begreift die Steuernachlässe für Hundebesitzer mit einem Hundeführerschein als Ansporn, diesen zu absolvieren. „Einen solchen Hundeführerschein halte ich generell für sinnvoll, egal welche Rasse die Hunde haben. Die Hunde sind meist nicht das Problem, sondern der Mensch am anderen Ende der Leine“, sagt sie. Sie selbst halte drei Hunde und findet, dass man Hunde generell nicht als sogenannte Kampfhunde klassifizieren sollte.
Ulrich Pfundstein findet, dass es durchaus Hunde gibt, deren Wesen unter Umständen aggressiver und kampfbereiter ist als bei ihren Artgenossen. „Die Frage ist, ob man mit dieser Steuer diesem Problem gerecht wird. Der Hundeführerschein sollte trotzdem weiter auf freiwilliger Basis gemacht werden“, sagt er.
Leonie Stuppy sagt: „Ich finde die neue Hundesteuersatzung fragwürdig, weil nur einzelne Leute davon profitieren. Ich halte nichts davon, bestimmte Rassen pauschal als Kampfhund zu deklarieren.“
Peter Endler sieht das ähnlich: „Es sollte jedem überlassen bleiben, einen Hundeführerschein zu machen oder nicht. Ich denke, jeder Hundehalter sollte den gleichen Betrag an Hundesteuer zahlen. Das wäre gerecht, auch wenn es um vermeintlich gefährliche Hunde geht.“
Hans Maurer ist seit einem Jahr Hundehalter und findet die neue Hundesteuersatzung gerechtfertigt. „Ich habe einen Malteser, also einen vermeintlich ungefährlichen Hund. Ich weiß, dass er auch beißen kann, wenn ich mich falsch verhalte. Da dieses Risiko bei gefährlichen Rassen noch viel größer ist, finde ich allerdings schon, dass deren Halter tiefer in die Tasche greifen sollten.“
Claudia Dreifus hat zwar keinen Hund, findet aber, dass kein Hund böse und aggressiv auf die Welt kommt. „Was mich viel mehr stört, ist, dass die Hinterlassenschaften der Tiere oft liegengelassen werden. Jeder Halter sollte Hundekotbeutel dabeihaben, wenn er Gassi geht. Dass wegen Hunderassen Unterschiede bei der Hundesteuer gemacht werden, finde ich nicht gerecht“, sagt Dreifus.
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