Fußball
U19 des SC Hauenstein führt bei Abbruch mit 4:1
Vor dem SCH-Strafraum hatte sich eine Pfütze gebildet. In besagter 80. Minute blieb der Ball dort liegen, ein Idar-Spieler rutschte aus. Daraufhin erklärte Schneider die Partie für abgebrochen, obwohl der Regen gerade aufgehört hatte. SCH-Trainer Alexander Hornung ging nach dem Abbruch zur Schiedsrichterin in die Kabine. Der RHEINPFALZ sagte er anschließend: „Wir haben unser Unverständnis über den Spielabbruch zur Kenntnis gebracht und die Schiedsrichterin gebeten, das Spiel nach kurzer Unterbrechung zu Ende zu bringen, da es ja aufgehört hatte zu regnen und die Pfütze wegen der guten Drainage des Platzes auch gleich verschwunden war. Außerdem haben wir ihr die Möglichkeit eröffnet, das Spiel in dem direkt daneben liegenden Stadion am Neding zu Ende zu bringen. Das alles hat sie kategorisch abgelehnt. Sie war nicht mehr bereit, das Spiel fortzusetzen. Wir werden Protest einlegen.“
Nun, ein Spiel auf dem einen Platz beginnen und auf dem anderen zu Ende spielen, das geht vom Regelwerk her grundsätzlich nicht. Aber: In solch einer Situation darf der Schiedsrichter nur das Spiel unterbrechen und nicht gleich abbrechen. Er muss 30 Minuten warten und dann erst entscheiden, ob weitergespielt werden kann.
Nicht nur kämpferisch stark, auch spielerisch überzeugend
Die A-Junioren des SCH zeigten auf jeden Fall eine bärenstarke Leistung. So spielt kein Team, das durch die vorübergehende Nichtwertung dieses Spiels jetzt auf dem letzten Platz der Verbandsliga steht. Läuferisch, kämpferisch und – das war aufgrund des Tabellenplatzes und des bei jeder Witterung schlechten Rasens im Wasgaustadion überraschend – auch spielerisch überzeugte der Sportclub. „Wir haben nach der Winterpause drei Spiele gebraucht, bis wir richtig in Schwung gekommen sind. Das heute ist unser Wetter“, sagte SCH-Co-Trainer Volker Weinriefer vor dem Anpfiff. Er sollte recht behalten. Hauenstein dominierte klar.
Anton Weinriefer erzielte in der 19. Minute nach klasse Vorbereitung über die linke Seite von Moritz Schwarzmüller und David Zwick das 1:0. Schwarzmüller erhöhte nach Zuspiel von Nick Linker auf 2:0 (45.). Leon Christmann köpfte nach Linkers Ecke das 3:0 (57.). Nur drei Minuten später das 4:0: Weinriefer, der überall zu finden war, setzte sich auf der rechten Seite durch, bediente Schwarzmüller, der noch am Idar-Keeper scheiterte, doch Jonas Kotz traf im Nachschuss. Wäre Xaver Sunkel der Ball nicht unterm Fuß durchgerutscht, die freie Bahn für das 4:1 (71.) von Henri Schneider hätte sich nicht eröffnet.
„Ich spiele schon sieben Jahre in Hauenstein. Wir haben schon bei wesentlich schlechteren Platzverhältnissen gespielt als heute. Ich hoffe, dass wir nicht um unseren verdienten Lohn gebracht werden. Die Mannschaft hat super gespielt und alles auf den Platz gebracht“, kommentierte SCH-Spielführer Nils Labbe.
SO SPIELTEN SIE
SC Hauenstein: Becker - Sunkel, Labbe, Christmann (70. Iancu), Götz - Schwarzmüller, Welter, Weinriefer (62. Anderie), Linker - Zwick, Kotz (70. Meyer)
Tore: 1:0 Weinriefer (19.), 2:0 Schwarzmüller (45.), 3:0 Christmann (57.), 4:0 Kotz (60.), 4:1 Schneider (71.) - Gelbe Karten: Labbe - Yezagelyan - Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung - Yezagelyan, Gardlowski - Zuschauer: 50 - Schiedsrichterin: Schneider (Neuhofen).