Pirmasens TVP-Sporthalle: Entscheidung über Neubau steht bevor

Morgen Abend wird es ernst: In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung will der TV Pirmasens endgültig über den geplanten Bau der Sporthalle entscheiden.
Seit Jahren arbeitet der TVP – zusammen mit der Stadt Pirmasens – an einem Konzept für den Turnhallen-Neubau. „Unsere Halle ist eine alte Dame“, hatte TVP-Geschäftsführerin Manuela Sauer in der Mitgliederversammlung im April die Situation beschrieben. Bis 30. Juni sollten Ideen für einen Neubau gesammelt werden. Noch vor diesem Stichtag scheint ein Konzept gefunden, wie die Sporthalle gebaut und finanziert werden soll. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte gestern Christine Müller, die für den TVP die Öffentlichkeitsarbeit macht. Sie hofft, dass am Freitagabend ab 19 Uhr in der TVP-Halle viele Mitglieder erscheinen und ihr Votum abgegeben. Das Konzept für die Zukunft der TVP-Sporthalle sei in enger Zusammenarbeit mit der Stadt entwickelt worden. Deshalb werde Oberbürgermeister Bernhard Matheis der TVP-Versammlung die Pläne präsentieren, Finanzdezernent Michael Schieler werde die Finanzierung vorstellen. Über die Inhalte sei bis Freitagabend Stillschweigen vereinbart worden, sagte Müller. „Wir sind auf einem guten Weg“, wenigstens so viel wollte sie verraten. Danach hatte es noch im April nicht ausgesehen. Damals hatte Dagmar Hoch, als TVP-Vorstand zuständig für Finanzen, den Mitgliedern vorgerechnet, dass ein Neubau direkt neben der alten Halle etwa 2,5 Millionen Euro kosten würde, wobei der TVP rund 1,3 Millionen Euro finanzieren und dafür knapp 6800 Euro im Monat aufbringen müsste. Viel Geld für einen Verein, der in den Jahren 2013 (rund 42.000 Euro) und 2014 (rund 12.000 Euro) Defizite in seinen Kassenbüchern stehen hatte. Die Themen Sanierung der alten Halle oder Bau einer neuen Halle beschäftigen den TVP seit vielen Jahren. Bereits 2006 hat es erste Bestrebungen gegeben, eine neue Halle zu bauen. Bis heute gibt es ein halbes Dutzend Entwürfe für den Neubau, das Spektrum reichte von einer größeren Dreifeldhalle für rund fünf Millionen Euro bis zur abgespeckten Zweifeldhalle für gut zwei Millionen Euro. Eine Entscheidung hatte der Verein vor dem Hintergrund dieser hohen Summen immer wieder vertagt. (pr)