Pirmasens
TVP: Mit dem Hallenbau passt es, mit der Vorsitzenden nicht
Das neue TVP-Domizil soll auf dem Platz rechts neben der alten Halle in Holzbauweise entstehen. „Wir werden energetisch auf dem neuesten Stand sein“, führte Hoch weiter aus. Eine 100 Kilowatt starke „Solaranlage“, soll auf dem Dach der neuen Halle aufgebracht werden. Fernwärme ist die Energie, mit der die neue Halle versorgt wird. Hier würden noch die entsprechenden Leitungen verlegt. Zunächst seien Kosten in Höhe von 11,5 Millionen Euro veranschlagt gewesen, so Hoch. Dann habe man abgespeckt. Nun soll die neue Halle mit einem Kostenaufwand von 8,5 Millionen Euro gebaut werden. „Bürgermeister Maas war sehr zuversichtlich“, berichtete Hoch von einem Treffen vor wenigen Wochen.
Die Mauer, die derzeit den Bauplatz von der Turnstraße trennt „kommt weg und wird durch eine Treppe ersetzt“. Eine jüngste Bodenuntersuchung habe keine negativen Ergebnisse gebracht. „Der Neubau nimmt Formen an. Es wurden bereits erste Anträge gestellt, weitere liegen bereits in der Schublade“, war Hoch optimistisch, dass nach langen Jahren das Projekt endlich realisiert werden kann. Noch im Vorfeld der Versammlung hatte Hoch und ihre Vorstandskollegin Claudia Simon angekündigt, dass ein Vertreter der Stadtspitze mit einer Powerpoint-Präsentation über den Neubau informieren würde. Gekommen war niemand. Erst wenn die neue Halle steht, „werden wir uns Gedanken über die alte Halle machen“, führte Hoch weiter aus. Es laufe wohl auf einen Abriss hinaus. Aktuell sei das Dach der Halle undicht und würde 30 000 Euro kosten, um es zu reparieren.
Manuela Sauer wurde auf der Geschäftsstelle gekündigt
Mit Manuela Sauer ist eine der fünf Vorsitzenden des TVP ausgeschieden. „Ich war 30 Jahre lang Mitglied und Übungsleiterin, 17 Jahre in der Geschäftsstelle beschäftigt und sieben Jahre lang Vorsitzende“, führte Sauer bei ihrem letzten Rechenschaftsbericht aus. „Der TVP war mein Lebenswerk“, sagte sie nach der Versammlung der RHEINPFALZ. Im Dunkeln blieb indes, warum Sauer nicht weiter Vorsitzende sein konnte. „Ich weiß es nicht und man hat es mir nicht gesagt“, sagte Sauer. Der TVP habe der bei der Geschäftsstelle angestellten Sauer gekündigt. Dagmar Hoch sagte: „Es hat einfach nicht mehr gepasst.“ Mit deutlichen Mehrheiten wurden Claudia Simon (Wirtschaft und Veranstaltungen), Catharina Simon (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Kathrin Gering (Verwaltung), Dagmar Hoch (Finanzen) und Eva Hillesheim (Sport) als Nachfolgerin von Sauer gewählt. Hillesheim hat sich 1977 als Judoka zur Europameisterin gekämpft, ist seit mehr als 50 Jahren Mitglied beim TVP „und möchte nun etwas zurückgeben“, so die in Höhfröschen wohnende 71Jährige.
Während der TVP finanziell passabel die Coronapandemie überstand, sogar ein leichtes Plus zu verzeichnen hatte, litt die Mitgliederzahl. Mit 845 ist sie deutlich unter die 1000er-Marke gesunken. 2020 verließen 112 Turner und ein Jahr später 137 den Verein; bei jeweils nur rund 40 Neuen. „Wir haben diesen Trend in 2022 gestoppt und auch in 2023 sieht es wieder besser aus“, informierte Catharina Simon.