Rhythmische Sportgymnastik RHEINPFALZ Plus Artikel TV Dahn vor Bundesliga-Start: Trainerin hat nicht nur Plan A

Sechs der acht Bundesliga-Gymnastinnen des TV Dahn: von links Leonie Reisel, Marie Decker, Marlene Kriebel (hinten), Anni Schmit
Sechs der acht Bundesliga-Gymnastinnen des TV Dahn: von links Leonie Reisel, Marie Decker, Marlene Kriebel (hinten), Anni Schmitt, Marie Laux und Nina Kowalcyzk. Es fehlen Johanna Herder und Malvina Chakyr.

Am Samstag startet die Bundesliga. Mit dabei im thüringischen Gera ist der TV Dahn. Abzuwarten bleibt, ob Titelfavorit TSV Schmiden beim ersten Wettkampf mit Weltmeisterin Darja Varfolomeev antritt.

Der TV Dahn ist seit Jahrzehnten eine Top-Adresse in der Rhythmischen Sportgymnastik (RSG). Klar, dass der Turnverein aus der kleinen Wasgaustadt Gründungsmitglied war, als im Herbst 2020 die RSG-Bundesliga unter dem Dach der Deutschen Turnliga in ihre Premierensaison startete. Nun, Corona beendete diese abrupt, doch seit 2021 wurde jedes Jahr ein Bundesligameister ermittelt. Bundesliga, das bedeutet bei den Sportgymnastinnen zwei Wettkampftage in zwei Fünfergruppen plus ein Finale. Beim Finale traten die Dahnerinnen noch nie auf, weil sie in allen drei Jahren als Gruppendritte jeweils nicht das Finale um den Titel erreichten, aber auch nicht in die Relegation gehen mussten. Der Nichtabstieg in die Zweite Liga ist auch 2024 das Ziel des TVD – am liebsten wieder als Gruppendritter und nicht als Vierter über den Umweg Relegation. Der Gruppenfünfte steigt direkt ab.

Kein Training vor Ort

Der TSV Schmiden mit Weltmeisterin und Olympiasiegerin Darja Varfolomeev sowie Eintracht Frankfurt dürften in der Dahner Gruppe Platz eins unter sich ausmachen. Für die Südwestpfälzerinnen geht es darum, den TB Oppau und den TV St. Wendel hinter sich zu lassen. Der erste der beiden Bundesliga-Wettkämpfe wird am Samstag von 17 bis etwa 20 Uhr im thüringischen Gera ausgetragen. Die Dahnerinnen reisen am Freitag an. Ein Training in der Panndorfhalle, wo noch keine Dahnerin einen Wettkampf absolviert hat, ist nicht möglich. „Die Struktur der Decke und die Lichtverhältnisse sind für junge Gymnastinnen schon ein Faktor“, weiß Aline Kriebel, die zusammen mit ihrer Mutter Nicole den TVD trainiert.

Malvina Chakyr vom TSV Schmiden, 2022 Mehrkampf-Vierte der deutschen Meisterschaft, verstärkt diese Saison das Dahner Team. Die aus der Ukraine stammende 18-Jährige kann am Samstag aber nur zwei (Ball und Band) statt drei Geräte turnen. Für je drei Geräte sind die ungemein routinierte Marlene Kriebel und Marie Laux eingeplant. Dazu kommen Marie Decker (zwei Geräte), Nina Kowalczyk (Reifen) und Johanna Herder (Keulen). „Das ist der Plan A. Aber wir haben für jedes Gerät vier oder fünf Übungen parat“, sieht Aline Kriebel ihr Team für etwaige Überraschungen gewappnet. „Topfit“ sei insbesondere Marie Laux. Zum 16-köpfigen Bundesliga-Kampfgericht gehören Nicole Kriebel, Hanna Schmitt und Annette Kowalczyk vom TV Dahn.

Eher ohne den Superstar

Aline Kriebel erwartet eher nicht, dass der Superstar der deutschen Sportgymnastik, Darja Varfolomeev, am Samstag antritt: „Ich denke, dass sie ihr neues Programm noch nicht ganz einstudiert hat. Die Übungen von den Olympischen Spielen in Paris kann sie mit dem neuen Code de Pointage (Wertungsvorschriften, die Redaktion) nicht mehr turnen.“

BUNDESLIGA IM TV

Der Bundesliga-Wettkampf wird im Internet übertragen. Zwei ehemalige Gymnastinnen des TV Dahn, Hanna und Lea Müller aus Busenberg, kommentieren den Livestream auf „sportdeutschland.tv“ .

Mehr zum Thema
x