Tischtennis
TTC Nünschweiler siegt bei Oberliga-Start
Bei Nünschweiler fiel Ex-Pfalzmeister Henry Wiche aufgrund einer Fußverletzung aus. „Ich habe vor, im nächsten Spiel wieder dabei zu sein. Ich muss von Woche zu Woche schauen. Ich will nichts riskieren, auch weil wir gute Ersatzspieler haben“, erklärte Wiche, der seine Mannschaft gegen die Saarländer tüchtig anfeuerte. Kapitän Thomas Veith spielte trotz einer Erkältung. Timo Schultz, der im Pfalzliga-Team aufgestellt ist, aber regelmäßig in der Oberliga zum Einsatz kommen wird, fehlte aufgrund einer Dienstreise nach Asien.
Ohne Keiling
Dennoch startete Nünschweiler mit zwei klaren Doppelsiegen in die Partie. „Es ist ein 50:50-Spiel. Die Doppel waren schon sehr wichtig. Ich hoffe, dass wir zumindest ein Unentschieden erreichen“, sagte Betreuer Peter Becker nach der 2:0-Führung. Becker war indes froh, dass Berus nicht mit dem ehemaligen Bundesligaspieler Oliver Keiling (51, früher Zugbrücke Grenzau, ATSV Saarbrücken und 1. FC Saarbrücken-TT) anreiste. Er wäre eine große Herausforderung für die Südwestpfälzer gewesen.
Im Spitzenpaarkreuz machte Fabian Freytag mal wieder eine ausgezeichnete Figur. Er besiegte den brachial angreifenden Til Sander, der zuweilen zu viel Risiko ging, in drei Sätzen. Ersatzspieler Lars Wolf holte den zweiten Einzelzähler gegen Julien Pistorius. Er agierte überlegt, nutzte seinen dritten Matchball zum 14:12 im dritten Satz. Veith schien bereits im ersten Einzel gegen den emotional auftretenden Leon Roskothen erkältungsbedingt die Luft auszugehen. Er unterlag nach 2:0-Satzführung noch. Marcel Dohmen verlor in drei Sätzen.
Vier Matchbälle vergeben
Damit 4:2 vor der zweiten Einzelrunde. Freytag geriet gegen Jan-Philip Becker, der auch schon für die TSG Kaiserslautern an der Platte gestanden hatte, mit 0:2 in Rückstand, und Marcel Dohmen war der Außenseiter gegen Sander. Freytag drehte das Match. Er agierte nicht so abwartend wie sonst, sondern ging mit Becker in den offenen Schlagabtausch und siegte mit 3:2. Dohmen hatte im fünften Satz beim Stand von 10:6 gleich vier Matchbälle, vergab diese jedoch. „Ich war dann zu ängstlich, wollte nur noch sicher spielen“, erklärt Dohmen, wieso er sechs Punkte in Folge abgab.
Dass Thomas Veith dann doch noch ordentlich Luft hatte, bewies er im Duell mit Pistorius, als er zwar eine 2:0-Satzführung aus den Händen gab, dann allerdings im fünften Durchgang eine schnelle 4:0-Führung über die Ziellinie rettete und somit den siegbringenden sechsten Zähler einfuhr. Wolf verlor sein zweites Einzel im fünften Satz.
SO SPIELTEN SIE
TTC Nünschweiler - TTC Berus 6:4. Marcel Dohmen/Lars Wolf - Julien Pistorius/Leon Roskothen 11:1, 14:12, 13:11, Fabian Freytag/Thomas Veith - Jan-Philip Becker/Til Sander 11:9, 11:8, 9:11, 11:9, Freytag - Sander 11:9, 11:5, 11:8, Dohmen - Becker 8:11, 11:13, 8:11, Veith - Roskothen 11:7, 11:7, 7:11, 7:11, 8:11, Wolf - Pistorius 11:5, 11:9, 14:12, Freytag - Becker 11:13, 7:11, 11:6, 11:5, 11:9, Dohmen - Sander 11:13, 12:10, 9:11, 11:7, 10:12, Veith - Pistorius 15:13, 11:3, 9:11, 6:11, 11:6, Wolf - Roskothen 14:12, 6:11, 5:11, 16:14, 3:11.