Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TS Rodalben: Zu viele Ausfälle

Jonas Goll (beim Wurf) machte eine gute Partie und das nicht nur wegen seiner sechs Treffer.
Jonas Goll (beim Wurf) machte eine gute Partie und das nicht nur wegen seiner sechs Treffer.

Die TSR-Männer kämpfen wacker, verlieren aber letztlich ihr Heimspiel gegen den Verbandsliga-Tabellenführer mit vier Toren Differenz.

Sie haben dem Tabellenführer alles abverlangt, doch es hat nicht ganz gereicht: Die Handballer der TS Rodalben haben am Samstagabend ihr Verbandsliga-Heimspiel gegen den TuS Heiligenstein mit 29:33 (13:13) verloren.

Fünf Ausfälle waren zu viel – das konnte die TSR gegen diesen Gegner nicht kompensieren. Bester Gästewerfer war Felix Turich mit zehn Treffern. „Im Hinspiel hat Eric Zimmermann ihn komplett aus der Partie genommen. Leider ist Eric heute ausgefallen“, sagte TSR-Spielertrainer Jonas Baumgart, der angesichts der schlechten personellen Lage mit seiner zusammengewürfelten Truppe weitestgehend zufrieden war. Knackpunkt waren nicht nur die schwindenden Kräfte bei nur vier Wechselmöglichkeiten, sondern auch das fehlende Timing in vielen Situationen. Das erklärte Baumgart damit, dass seine Mannschaft in dieser Konstellation nicht eingespielt war.

Abwehr nur eine Halbzeit gut

Der Übungsleiter haderte aber auch mit der Defensivleistung. In Durchgang eins stand die Abwehr sehr gut und kassierte gegen den Spitzenreiter nur 13 Gegentore. Halbzeit zwei dann das krasse Gegenteil. Da mussten die Rodalber vor allem aus dem Rückraum etliche Treffer hinnehmen. „Da haben wir nicht mehr im Block gestanden, waren nicht am Mann und kassierten so viele Freie“, konstatierte Baumgart, der vor allem den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel nachtrauert. Es wurde in kürzester Zeit fünfmal der Ball gewonnen, ein eigener Treffer wurde aber nie erzielt, denn vorne warfen die Rodalber den Ball zu leichtfertig weg.

So erspielten sich die Gäste bis fünf Minuten vor Ende eine Führung von vier Treffern (25:29). Daraufhin ging Baumgart volles Risiko, stellte von einer 6:0- auf eine sehr offensive 3:3-Abwehr um, doch es gab keine Wende mehr.

Moritz Baumgart trifft siebenmal

„Wir haben dem kommenden Meister, der schlichtweg nicht so viele Fehler wie wir gemacht hat, alles abverlangt. Obwohl wir nicht mehr das Tempo gehen konnten, haben wir uns nie aufgegeben“, zog Jonas Baumgart sein Fazit. Sein Bruder Moritz war in seinem zweiten Einsatz nach dem Comeback mit sieben Treffern erfolgreichster TSR-Werfer.

SO SPIELTEN SIE

TS Rodalben: Seelinger, Brödel, Heringer - Jonas Baumgart (3), Lukas Baumgart (1), Ludy (3), Schäfer (5), Blank, Dully (3), Haury (1), Moritz Baumgart (7/0), Goll (6), Hubele.

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