Handball
TS Rodalben: Interview mit Hirtle über den Pfalzliga-Abstieg und die neue Saison
Herr Hirtle, die TSR tummelte sich in den vergangenen zehn Jahren meist im vorderen Tabellendrittel der Pfalzliga. Wieso steigt Ihr Team jetzt ab?
Das liegt allein an Corona und dem unsäglichen Verletzungspech. Wann kommt es schon vor, dass von einem Kader mit ursprünglich 20 Spielern noch fünf übrig bleiben? Ein absoluter Wahnsinn.
Bleibt Mirko Pesic auch in der Verbandsliga TSR-Trainer?
Am Trainer lag es auf keinen Fall. Im Gegenteil: Er gab der Mannschaft neue Ideen und Inspirationen. Gespräche mit Mirko werden noch stattfinden.
Die Neuzugänge Marcel Groß und Dirk Buchheit haben sich als echte Verstärkungen erwiesen. Doch Buchheit fehlt bereits zehn Spiele in Folge wegen einer Kahnbeinverletzung, Groß war in zwei Phasen insgesamt achtmal wegen diverser Verletzungen nicht dabei. Werden die beiden bleiben?
Bis jetzt ist mir nichts von einem Abschied bekannt. Sie sind eine echte Bereicherung und waren, wenn sie spielten, absolute Leistungsträger. Zudem sind sie zwei super Typen, die sich optimal eingebunden haben.
Bei vielen Spielern entwickelte sich durch die Niederlagenserie bestimmt viel Frust. Bleibt das Team zusammen?
Bis jetzt gibt’s nur eine konkrete Absage durch Torwart Pascal Glöckner.
Die TSR hat mit Frederick Brödel ein großes Talent auf diesem Posten, das bestimmt in seine Fußstapfen treten kann, und dazu noch weitere Torhütertalente, Jan Freyberger und Jonas Eschbacher, in der Hinterhand. Gibt es dennoch Bestrebungen, jemand von außen zu holen?
Bleiben alle bei der Stange, dann haben wir keinen Nachholbedarf.
Wird die TSR nächste Saison eine Klasse tiefer auf junge Spieler bauen oder haben Sie neue Spieler im Visier?
Sowohl als auch. Wir haben Spieler im Visier, werden aber erheblich auf die Jugend bauen.
Was stimmt Sie optimistisch?
In der letzten Zeit wurde bei uns über eine vorbildliche Jugendarbeit mit vielen engagierten Trainern und Eltern etwas aufgebaut. Dadurch sind wir in der Lage, eventuelle Abgänge zu kompensieren. Zudem werden wir im Westpfalz-Handball durch die Derbys gegen Dahn und Thaleischweiler für einen Aufschwung sorgen. Hauptsache, die Spieler haben Spaß und kommen vorwärts.
Am Samstag, 20 Uhr, steht das letzte Heimspiel gegen den Tabellensiebten TV Wörth an. Sehen Sie eine Siegmöglichkeit?
Zu Hause ist alles möglich. Wir waren über die gesamte Saison selten schlechter als die Gegner, mussten uns aber mit dezimiertem Aufgebot gegen Ende der Spielzeiten geschlagen geben. Die Belastung mit so wenigen Spielern war nicht zu bewältigen.
Wird es ein Spiel wie jedes andere, oder ist was vorgesehen?
Verabschiedet wird Pascal Glöckner. Das „Gym & Dance Team“ wird in der Halbzeitpause zur Unterhaltung beitragen. Nach dem Spiel geht’s in der Halle mit einer After-Show-Party rund.