Handball
TS Rodalben gewinnt erstes Spiel unter neuem Trainer Pesic
Neue Besen kehren gut: Nach zwei Wochen Training mit Pesic erkannte man seine „Handschrift“. Die Abwehr gab – wie von ihm gefordert – 100 Prozent, die Angriffe wurden nicht mehr überhastet vorgetragen, teilweise wurde das Tempo rausgenommen. Obwohl nur sieben Feldspieler zur Verfügung standen, hielt das Team gut durch. Überragend: TSR-Torhüter Pascal Glöckner, der 55 Prozent aller TVO-Würfe entschärfte.
Pesic: Können auch gegen Spitzenteams bestehen
„Die Basis zum Sieg war unser Training. Wir haben in den zwei Wochen couragiert, motiviert und mit viel Spaß trainiert. Die Jungs haben heute alles gegeben“, schwärmte Pesic und fügte hinzu: „Wenn wir unser Spiel noch stabilisieren, können wir auch gegen Spitzenteams bestehen.“
Die TSR fand sofort in die Partie und führte nach acht Minuten mit 4:1. Alle Treffer wurden schön ausgespielt. Und es wurde leidenschaftlich verteidigt. Offenbach blieb bis zum 11:10 (27.) dran, dann sorgten Timm Hubele und zweimal Jonas Goll mit ihren Toren für die 14:10-Halbzeitführung.
Kempa-Trick von Haury und Hubele
Zu Beginn der zweiten Hälfte entschärfte Glöckner immer wieder in grandioser Manier Offenbacher Schüsse auf sein Tor, und seine Vorderleute zogen nach schönen Spielzügen auf 19:12 davon. Nach dem 20:13 (41.) nahm der TVO eine Auszeit, die aber wenig fruchtete. Mit einem Kempa-Trick – Lukas Haury passte zu Max Hubele – gelang das 22:15 (45.).
In den letzten acht Minuten setzten die Südpfälzer mit offener Deckung alles auf eine Karte. Der Erfolg blieb aber aus. Lautstark von Trommlern und Trompeter Claus Schäfer angefeuert, baute die TSR ihre Führung weiter aus. Nach vier Toren in Folge durch Leif Schäfer, Dirk Buchheit, Lukas Haury und Max Hubele sowie einem von Frederik Brödel parierten Siebenmeter stand es am Ende 30:19.
Lob vom Trainer des Gegners
„Rodalben hat verdient gewonnen. Wir haben uns im Angriff durch zu viele Fehler selbst geschlagen. Ihr Mini-Aufgebot hat die TSR gut kompensiert“, sagte Offenbachs Trainer Marko Gensheimer.
SO SPIELTEN SIE
TS Rodalben: Glöckner, ab 57. Brödel - Max Hubele (3), Goll (8), Buchheit (8) - Haury (2), Köllermeyer (4) - Timm Hubele (2); Schäfer (3)
Spielfilm: 5:2 (9.), 8:6 (19.), 11:8 (25.), 14:10 (Halbzeit), 19:12 (37.), 22:15 (45.), 26:18 (53.), 30:19 (Ende) - Zeitstrafen: 3 - 1 - Siebenmeter: 1/1 - 4/1 - Beste Spieler: Glöckner, Buchheit, Goll - Wagner, Gensheimer, Adamo - Zuschauer: 80 - Schiedsrichter: Kuntz/Möhle (HSG Lingenfeld/Schwegenheim).
STIMMEN ZUM SPIEL
Pascal Glöckner, TSR-Torwart: Wir hatten eine sehr gute Einstellung. So fiel mir alles leichter.
Romi Hirtle, TSR-Abteilungsleiter: Neuer Spirit, bestes Spiel der Saison.
Dirk Buchheit, TSR-Spieler: Wenn die Verletzten zurück sind, starten wir durch.
Albert Strassel, TSR-Fan aus Fehrbach: Heute haben sie so gut gespielt wie früher. Läuferisch sehr stark. Vater des Sieges war Pascal Glöckner.
Jonas Goll, TSR-Spielmacher: War schon geil heute. Der Trainer hat uns super eingestellt, und wir haben seine Vorgaben prima umgesetzt.
Marcel Groß, verletzter TSR-Spieler: Der Mannschaft zuzusehen, machte schon Spaß. Selbst zu spielen wäre noch schöner gewesen.