Pirmasens Trotz Rubecks Rochaden reicht es nur zum Remis
Fußball-Oberligist SC Hauenstein tritt im Abstiegskampf auf der Stelle. Das 0:0 am Samstag vor 150 Zuschauern gegen den Mitkonkurrenten FSV Salmrohr (Die RHEINPFALZ am Sonntag berichtete) war da fast zu wenig. Vor allem im Angriff drückt der Schuh.
. Beide Mannschaften zeigten sich vor dem gegnerischen Tor nicht wirklich zwingend. Erst in der 28. Minute musste sich Gästekeeper Daniel Ternes erstmals strecken und Yanick Haags Schuss nach Doppelpass mit Alexander Biedermann entschärfen. Zwei Minuten später konnte sich Ternes beim am Samstag glücklosen Biedermann bedanken, der aus kurzer Distanz eine Vorlage von Niklas Kupper verstolperte. „Vorne haben wir in den entscheidenden Szenen oft das Falsche gemacht“, bemängelte Hauensteins Trainer Peter Rubeck. Winterneuzugang Nino Lacagnina war nach 36 Minuten nahe dran an einem Hauensteiner Torerfolg. Nach Foul an Haag traf der stark spielende Lacagnina mit einem Freistoß aus 20 Metern aber nur das Lattenkreuz des Gästetores. Lacagnina war eine der Hauptpersonen in Rubecks Spieler-Rochaden während der ersten Halbzeit. „Wir kamen schlecht ins Spiel. In den ersten 20 Minuten habe ich mindestens fünf Mal umgestellt, bevor wir unsere Ordnung gefunden hatten“, gab Rubeck zu. Lacagnina begann im defensiven Mittelfeld. Dann wechselte der Italiener auf Rubecks Anordnung erst auf die rechte, dann auf die linke Außenverteidiger-Position. „Wir haben viel umgestellt. Im Mittelfeld kam ich nicht so ins Spiel. Als ich auf meine gewohnte Position gewechselt bin, wurde es besser“, befand Lacagnina. Ungewohnt war sicher auch die Startposition für seinen Mitspieler Kupper. Der vertrat den verletzten Marius Lehner als linker Verteidiger. Im Zuge von Rubecks Wechselspiel wanderte Kupper später eine Position nach vorne. Der anfangs dort spielende David Horn rückte im Mittelfeld nach innen. In der zweiten Hälfte kam dann auch der reaktivierte Stand-by-Spieler Daniel Klück zum Einsatz. Er nahm seinen angestammten Platz in der Innenverteidigung ein. Dafür rückte Kapitän Marcel Abele, am Samstag zusammen mit Jesper Brechtel bester Mann bei den Hauensteinern, ins Mittelfeld. Den Willen konnte man Rubecks Elf nicht absprechen. Sie versuchte im zweiten Durchgang alles. Trotzdem blieb es bei Fernschüssen durch Abele (64.), Andjelo Srzentic (76.) und Brechtel (79.). „Das Spiel hatte eigentlich auch keinen Sieger verdient. Positiv war, dass wir hinten zu null gespielt haben. Nach vorne sind wir zu harmlos. Da fehlt viel, vor allem die Abgezocktheit. Eigentlich ist der Punkt zu wenig“, bekannte Abele. In der Schlussphase hatte Hauenstein Glück, dass sich die Gäste bei den sich bietenden Konterchancen ähnlich harmlos anstellten. Vor allem Salmrohrs Hartmann vergab vier Minuten vor dem Ende in Überzahl kläglich. Bei der Chance von Fabian Helbig (51.) war Hauensteins Torwart Malcolm Little auf dem Posten. Er war zur Halbzeit für den erneut an den Adduktoren verletzten Kevin Urban gekommen. „Am Ende hätten wir gewinnen müssen“, befand Gästecoach Michael Schmitt, dessen Team nun weiter einen Punkt hinter Hauenstein rangiert. „Wir wollen am Ende über dem Strich stehen. Dafür müssen wir in den ausstehenden Spielen 120 Prozent bringen“, sagte sein Kollege Rubeck.