Interview RHEINPFALZ Plus Artikel Trainer Sebastian Reinert: „Aktueller Tabellenstand ist absolutes Maximum“

Auf der Bank von Bundenthals Trainer Sebastian Reinert ist oft viel Platz.
Auf der Bank von Bundenthals Trainer Sebastian Reinert ist oft viel Platz.

Die personelle Lage der Sportfreunde Bundenthal ist permanent angespannt, trotzdem liegen sie auf Rang vier. Wie geht das? Peter Seibel sprach mit dem Coach.

Zuletzt reiste das Landesligateam mit einem Feldspieler als Ersatztorwart und Trainer Sebastian Reinert als einzigem Ersatzfeldspieler zum Spiel nach Ramstein.

Herr Reinert, Ihr Kader ist sehr überschaubar. Dennoch hat Bundenthal in diesem Jahr noch kein Spiel verloren und liegt auf dem vierten Tabellenplatz, bei Titelanwärter Hüffelsheim gab’s ein respektables 1:1. Wie funktioniert das?
(lacht) Das geht nur, weil wir auf dem Platz eine totale Einheit sind. Alle hauen sich rein. Dann spielt es auch keine Rolle, wer der Gegner ist. Bis jetzt sind wir immer irgendwie durchgekommen. Wir haben immer wieder etliche Verletzte, und die Situation ist sicher nicht ideal. So gesehen ist der aktuelle Tabellenstand das absolute Maximum.

Wie können Sie dem in der nächsten Runde und überhaupt in Zukunft entgegensteuern?
Für uns und für etliche andere Vereine ist es schwer, Spieler zu uns zu lotsen – zumal das Einzugsgebiet auch immer enger wird. Es laufen Gespräche. Einige Testspieler waren schon bei uns im Training, einige kommen noch. Die Situation gibt es ja nicht erst seit gestern, sondern schon seit ein paar Jahren. Wir sind allerdings optimistisch, dass wir einige Leute dazubekommen und auch zukünftig eine Mannschaft auf den Platz bekommen werden.

Wie beurteilen Sie den SV Hermersberg, der zum nächsten Landesligaspiel am Sonntag nach Bundenthal kommt?
Das wird ein 50:50-Spiel, in dem wie so oft die Tagesform entscheidet. Die meisten Teams begegnen sich auf Augenhöhe. Bei uns zu Hause ist für uns alles möglich. In Sachen Abstieg sind wir noch nicht völlig gesichert. Ich möchte keinesfalls zittern müssen. Bis zum Mai, in dem wir vier Auswärtsspiele haben, will ich möglichst gesichert sein.

Ihr Angreifer Patrick Freyer hat noch zu Saisonbeginn für Hermersberg gespielt und ist dann nach Bundenthal gewechselt. Ist er am Sonntag besonders heiß?
Ich gehe stark davon aus. Aber Patrick ist immer heiß. Natürlich ist das ein besonderes Spiel für ihn und möglicherweise sorgt diese Konstellation bei ihm für eine Extra-Portion Motivation.

ZUR PERSON

Sebastian Reinert, ein gebürtiger Saarländer (Heimatverein FC Gronig), war Profifußballer beim 1. FC Kaiserslautern, in dessen Jugend er ausgebildet wurde. Der Mittelfeldspieler lief 14-mal in der Bundesliga und 53-mal in der Zweiten Bundesliga für die Lauterer auf. Dazu kommen 35 Drittliga-Matches für den SV Wehen Wiesbaden. Von 2011 bis 2018 spielte er 183-mal für den FK Pirmasens in der Regional- und Oberliga. Seit 2020 ist der heute 37-Jährige Spielertrainer der Sportfreunde Bundenthal. Mit seiner Frau und der eineinhalbjährigen Tochter wohnt der ehemalige U21-Nationalspieler in Pirmasens, wo der gelernte Automobilkaufmann bei der Firma Peter Bourguignon GmbH „Modischer Schuhschmuck“ arbeitet.

LANDES-/BEZIRKSLIGASPIELE

Landesliga: SV Hinterweidenthal - SG Hüffelsheim, SF Bundenthal - SV Hermersberg, TSC Zweibrücken - SG Rieschweiler, SG Eppenbrunn - SG Kirn/Kirn-Sulzbach (alle Sonntag, 15 Uhr)

Bezirksliga: FC Rodalben - VfR Kaiserslautern, SG Rockenhausen/Dörnbach - FC Fehrbach (beide Sonntag, 15.15 Uhr), TuS Bedesbach-Patersbach - SpVgg Waldfischbach/Burgalben (Sonntag, 16 Uhr) sep

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