Pirmasens Tour abgesagt: Aus Angst vor Terror kein „Kansas“-Konzert

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Die US-amerikanische Band „Kansas“ hat aus Angst vor Terroranschlägen am Freitag ihre komplette Europatournee abgesagt, darunter auch das Konzert am 26. Juli in Dillingen, wo sie gemeinsam mit „Ten Years After“ hätte auftreten sollen (wir berichteten am Samstag auf der Kulturseite).

Vom Management der Band, die mit „Carry On Wayward Son“ (1976) und „Dust In The Wind“ (1978) zwei internationale Hits hatte, heißt es dazu: „,Kansas’ bedauern zutiefst, alle europäischen Konzerttermine für den Sommer 2017 absagen zu müssen. Die Absage basiert auf Sicherheitswarnungen sowohl der US-Regierung als auch diverser US-Behörden hinsichtlich Reisen von US-Bürgern nach Europa. Die Band ist sehr traurig, dieses Jahr nicht für ihre europäischen Fans spielen zu können.“ Tatsächlich gibt es eine entsprechende Sicherheitswarnung des US-Außenministeriums, in der es heißt, dass es zwar keinen konkreten Anlass gäbe, doch im anstehenden Sommerurlaub die „allgemeine Gefahr von Anschlägen“ hoch sei. Was an der Tourneeabsage allerdings verwundert ist, dass das US-Außenministerium bereits Ende November vergangenen Jahres und auch schon früher ähnliche Hinweise für Europareisende gegeben hatte. Der erneute Hinweis „travel alert“ gilt nun bis zum 1. September – er bedeutet allerdings nicht, dass das Ministerium kategorische davor warnt, nach Europa zu reisen. Entsprechend verärgert ist auch der Veranstalter des Dillinger Konzerts und erklärt: „Der Veranstalter Kultopolis schließt sich diesem Communiqué von ,Kansas’ nicht an und erleidet einen wirtschaftlichen Schaden durch schon verursachte Kosten, für die die Gruppe nicht aufkommt. Seit 18 Monaten schwebt die Terrorwolke über Europa. Erstaunlich, dass das jetzt dieser Band auf einmal auffällt. Der Veranstalter entschuldigt sich bei allen ,Kansas’-Fans für verursachte Unannehmlichkeiten.“ Bereits gekaufte Karten können an den Vorverkaufsstellen, an denen sie gekauft wurden, zurückgegeben werden.

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