Fußball
Tore, Träume, Temperamente: TuS Erfweiler ist bei „Voice of Germany“ dabei
TuS Erfweiler: Spieler singt bei „The Voice of Germany“
„Mein Name ist Elias Zobeley. Ich bin 20 Jahre alt und ich komme aus einem kleinen Dorf , das heißt Erfweiler, das ist in der Südwestpfalz.“ Dies sagte der junge Musiker, nachdem er gerade in der beliebten TV-Sendung „The Voice of Germany“ zur Begeisterung von Pop-Star Mark Forster Elton Johns „Rocket man“ zum Besten gegeben hatte. Zobeley qualifizierte sich bei dem Musikwettbewerb für die nächste Runde. Was die wenigsten außerhalb von Erfweiler wissen: Zobeley ist nicht nur Musiker, sondern auch Fußballer. Er kickt seit seiner Jugend ausschließlich für den TuS Erfweiler – auch aktuell.
„Er ist auch dem Platz genau so kreativ wie auf der Bühne“, lobt ihn sein Trainer Dominik Seibel. Außerdem sei der Mittelfeldspieler, der durch seinen Fernsehauftritt in den Blickpunkt gerückt ist, bei seinem Lieblingssport zweikampfstark „und ein Mannschaftstyp“. Er lasse anderen schon mal gerne den Vortritt, weiß Seibel. Und gerade deswegen gönne ihm jeder im Verein den musikalischen TV-Auftritt, „denn Musik ist seine allergrößte Leidenschaft“, so Seibel. Zobeley spielt in drei Bands.
Der TuS verlegte am vergangenen Donnerstag eigens das Training eine Stunde vor, um gemeinschaftlich die Sendung mit ihrem Teamkollegen zu schauen. Dazu trafen sich mehr als zwei Dutzend Kicker nach dem Training in einem Nebenraum der Gaststätte „Altes Bahnhöf´l“. Gemeinschaftlich bejubelten sie den tollen Erfolg von Zobeley.
Und scheinbar beflügelte „Rocket man“ den TuS, denn am Tag darauf schlug Erfweiler als Tabellenvorletzter Bezirksliga-Absteiger SG VB Zweibrücken/TuS Rimschweiler mit 1:0.
ASV Lug/Schwanheim: Spieler kommt mit Flugzeug
Fußballverrückt ist der Pirmasenser Dennis Micek, der seit Beginn dieser Saison für den ASV Lug/Schwanheim kickt. Der 24-jährige Industriemechaniker hat sich als Zeitsoldat verpflichtet und versieht seit 1. Oktober seinen Dienst im rund 700 Kilometer entfernten Schleswig-Holstein. Also kein Fußball mehr für den Tabellendritten der A-Klasse Südpfalz? Denkste! Micek kann es nicht lassen.
Bereits zweimal setzte sich der Kicker, der beim SC Hauenstein und zuletzt beim SV Obersimten am Ball gewesen war, in Hamburg in den Flieger und flog gen Süden. Einmal landete er in Frankfurt, einmal in Stuttgart. Sein Vater Jan Micek, der als Spieler und Vorsitzender des SV Rot-Weiß Pirmasens in Fußballkreisen bekannt ist, holte seinen Filius jeweils ab. „Die Taschen mit seinen Sachen stand gepackt im Auto. Und direkt vom Flieger ging es zu den Spielen“, berichtet Micek senior.
Und so fehlte Dennis Micek trotz der gigantischen Entfernung bislang in keinem Spiel, wobei eine Partie ausgefallen ist. Verrückt? Fußballverrückt.
SG Maßweiler/Höhmühlbach: Spieler schlägt dreimal zu
Das war dann doch schon ein Ausrufezeichen, das die SG Maßweiler/Höhmühlbach am Freitagabend in ihrem A-Klasse-Heimspiel gegen die Reserve des Landesligisten TSC Zweibrücken setzte. Als Tabellenletzter war die SG in die Partie gegen die Zweibrücker gegangen. Und dann landete das Team von Trainer Manuel May einen 6:0-Sieg (mit drei Toren von Richard Geßner) und rückte gleich mal zwei Ränge vor.
Allerdings sei, wie May freimütig erzählt, der TSC II mit seinem wohl letzten Aufgebot angereist. Die Gäste hatten am Freitagmorgen um elf Uhr bei der SG angefragt, ob das Spiel denn nicht verlegt werden könne. Dem war nicht so, weshalb die Zweibrücker mit elf Spielern (plus Ersatztorwart) angereist waren. „Wir waren 90 Minuten dominant. Der TSC blieb ohne Chance“, resümierte May. Seiner Elf gebe der Sieg wieder Mut und Selbstvertrauen.