FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Tore, Träume, Temperamente: Oldie-Comeback in Fischbach und Superserie in Hinterweidenthal

Helmut Igel
Helmut Igel

RHEINPFALZ-Mitarbeiter Helmut Igel fiel bei den Fußballspielen am Wochenende auf, ...

... dass Vater und Sohn in einem Team spielten.

Mike Brewer spielte in den 1990er-Jahren über 100-mal für Dahn in der Fußball-Verbandsliga und war mehr als ein Dutzend Jahre Spielertrainer seines Heimatvereins FC Fischbach. Seit einem knappen Jahr hat der mittlerweile 55-Jährige fast nichts mehr mit Fußball am Hut, auch wenn seine Söhne Nils und Nico immer mal wieder beim FCF aktiv sind. Doch dann kam am Samstag die Anfrage von David Leidner, dem Trainer der zweiten Fischbacher Mannschaft. Die Personalnot sei groß, ob er nicht aushelfen könne. Mike Brewer sagte Ja – obwohl er gar nicht mehr trainiert.

Weil der Papa aushelfen wollte, erklärte sich auch sein Sohn Nico bereit, zum C-Klasse-Spiel beim TuS Rumbach anzutreten. „Ich habe bei uns in der Box gespielt“, erzählt Brewer senior, der sich aufklären lassen musste, dass es nicht mehr Sechzehner oder Strafraum, sondern nun neudeutsch Box heißt. „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, und die Knochen tun noch nicht einmal weh“, zog Brewer sein persönliches Fazit, auch wenn sein Team dem haushohen Favoriten 1:2 unterlag. Mit Sohn Nico (27) gemeinsam ein Meisterschaftsspiel zu bestreiten, sei schon etwas Besonderes. Dennoch: „Ich mache mir Vorwürfe, dass ich nicht eher als nur in den Schlussminuten die Komfortzone in der Box verlassen habe und nicht früher versucht habe, im Mittelfeld Akzente zu setzen.“ In der 85. Minute beim Stand von 0:2 setzte Mike Brewer Kevin Roschy geschickt ein, der dann das Anschlusstor erzielte. Zu mehr reichte es für den Angestellten beim Pfalzklinikum in Klingenmünster und seinen FCF II nicht. Vielleicht beim nächsten Mal. Dann könnte auch Nils, sein anderer Sohn, fit und einsatzbereit sein.

... dass eine Kerweserie verlängert wurde.

Der SV Hinterweidenthal hat eine Super-Kerweserie. Seit dem 2:4 gegen Ramstein im Jahr 2013 hat der SVH kein Kerwe-Heimspiel mehr verloren. Spielertrainer Daniel Tretter machte zu diesem Fakt vor dem Kerwe-Heimspiel 2022 am Sonntag einen motivierenden Aushang. Mit Erfolg: 2:1 wurde in der Landesliga der stark eingeschätzte SV Rodenbach geschlagen. Das Tor zum 1:0 war ein (noch abgefälschter) „Strahl“ von Felix Schiefer, das 2:0 schoss der 40-jährige Dominic Kessler. „Er kann alles: Rechtsaußen, rechter Verteidiger, oder auch Zehner“, lobte Tretter den so oft schwer verletzt gewesenen Kessler. In der Nachspielzeit wurde es bunt. Binnen drei Minuten zeigte Schiedsrichter Tarik Kasim den Rodenbachern zweimal Gelb-Rot und einmal Rot .

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