FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Tore, Träume, Temperamente: Gersbach tritt nicht an, SG Pirmasens schießt PSV ab

Helmut Igel
Helmut Igel

RHEINPFALZ-Mitarbeiter Helmut Igel fiel bei den Fußballspielen am Wochenende auf, ...

... dass ein Vereinschef amtsmüde ist.

Die SG Heltersberg/Geiselberg bekommt drei Corona-Punkte. Weil im Kader des SV Gersbach gleich fünf Spieler nicht beziehungsweise nicht vollständig geimpft sind und sich zwei weitere Kicker nach positiven Tests noch in Quarantäne befinden, konnte der SVG keine Mannschaft ins Holzland zum B-Klasse-Match beim Tabellenführer schicken.

„Wir hätten nur sieben oder acht Spieler zur Verfügung gehabt, zumal noch der ein oder andere Schichtarbeiter fehlte“, berichtet SVG-Vorsitzender Christian Dreihaupt. An Gersbachs sportlicher Situation hat dieser Spielausfall nichts geändert, denn das Team aus dem Pirmasenser Vorort kann sich nicht mehr für die Aufstiegsrunde qualifizieren. Auch im Derby am Mittwoch beim TuS Winzeln geht es nicht um Mitnahmepunkte.

Für Dreihaupt ist die Regelung, Ungeimpfte nicht am Spielbetrieb teilnehmen zu lassen, alles andere als zufriedenstellend. „Wenn bei einem Kader von nur 15, 16 Spielern gleich fünf fehlen – darunter zwei Leistungsträger –, dann ist der Verein deutlich im Nachteil“, sagt Dreihaupt. Es müsste doch ein negativer Test ausreichen. Dreihaupt: „Wer negativ getestet ist, kann niemanden anstecken.“ Er habe seine Kritik dem Verband auch schon so kommuniziert. „Ich mache den Job als Vorsitzender und/oder Spielleiter nun bereits seit 20 Jahren, aber so schwierig wie in den letzten beiden Corona-Jahren war es noch nie. Das werde ich nicht mehr lange machen“, kündigte Dreihaupt das Ende seiner Funktionärskarriere an.

... dass ein Team mit 14:0 gewann.

„Das war eine einfache Sache. Die hatten wenig Qualität und waren zudem mit nur zehn Mann angetreten“, erklärte Peter Zipf, der Trainer der SG Pirmasens, wieso sein Team den PSV Pirmasens mit einer 14:0-Packung nach Hause geschickt hatte. Wahrscheinlich hätte der Polizeisportverein, der sich in Pirmasenser Sportverein umbenennen will, noch das ein oder andere Tor mehr kassiert, wenn Schiedsrichter Rolf Göttel die Partie nicht laut Zipf „fünf, acht oder zehn Minuten früher“ abgepfiffen hätte. Und ja: Gegen Ende der Partie habe er schon so etwas wie Mitleid mit dem PSV verspürt.

Die Spielgemeinschaft erreichte mit dem Sieg 30 Punkte – genauso so viele wie der Tabellenzweite Wallhalben/Mittelbrunn und der auf Rang vier liegende SV Höhmühlbach – und hat sich bereits vor dem 16. und letzten Spiel der Hauptrunde am nächsten Sonntag gegen Ixheim II für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Platz drei in der Gruppe B der C-Klasse ist sicher, Platz zwei noch möglich. „Das ist ein Riesenerfolg für uns nach fast einem Jahrzehnt, in dem die SG sportlich kaum auf die Beine gekommen war“, merkt Zipf an.

Fünf der 14 Tore erzielte Dominik Zimmermann. Bei einer Beschreibung des Top-Torjägers dieser C-Klasse-Gruppe kommt Zipf ins Schwärmen. Der „Vollblutstürmer“ verfüge „auf den vier, fünf Metern über eine enorme Antrittsgeschwindigkeit“, die ihm einen Vorsprung vor den Verteidigern einbringe. Er verfüge zudem über „innere Ruhe vor dem Tor“ und eine für Zipf herausragende Eigenschaft: „Er ist ein hervorragender Teamplayer.“

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