FUSSBALL
Tore, Träume, Temperamente: Dauerärger um DFB-Net und das Hoch der SG Pirmasens
... dass das DFB-Net nicht funktioniert.
Auch am zurückliegenden Wochenende funktionierte das DFB-Net und damit auch fussball.de nicht, zumindest nicht komplett. Es meldeten sich immer wieder Vereine, die keinen Zugang ins Netz hatten, das bereits in der vorigen Woche nicht rund lief. Beispielhaft schildert Jürgen Becker, der Trainer des FC Fischbach, seine Probleme: „Ich habe mit drei verschiedenen Browsern und verschiedenen PCs und Tablets versucht, ins Netz zu kommen. Ich war zweieinhalb Stunden vergeblich damit beschäftigt. Es war schlicht eine Katastrophe.“
Eine Anfrage beim Südwestdeutschen Fußballverband (SWFV) ergab, dass dieser nicht zuständig sei, wie der in Edenkoben für Social Media zuständige Marc Staiger erklärte. Der SWFV sei „nur ein Lizenznehmer, der für seine Vereine eine Gebühr für die Nutzung des DFB-Netzes zahlt“. Der SWFV habe „keinen Zugriff“. Das Problem sei indes dem DFB gemeldet. Staiger erklärte, dass er es sich nicht vorstellen könne, dass bei derart massiven technischen Problemen Ordnungsstrafen ausgesprochen würden, weil ein Ergebnis nicht rechtzeitig ins Netz eingestellt wurde.
... dass die SG Pirmasens Tabellenführer ist.
„In den letzten zehn Jahren bestimmt nicht.“ So beantwortete Uwe Schwaab, Vorsitzender der SG Pirmasens, die Frage, wann denn sein Verein, der seit 2013 kein Spieljahr auf einem einstelligen Tabellenplatz in der untersten Klasse hatte abschließen können, zuletzt einen zweistelligen Sieg eingefahren habe. Am Sonntag jedenfalls war es mal wieder so weit. Mit 10:0 gewann der einstige Verbandsligist von der Winzler Straße in der Fußball-C-Klasse bei der Sportvereinigung Ludwigswinkel. Schwaab: „Das war ein Pflichtsieg. Und ich mag so was nicht. Fünf oder sechs Tore hätten es auch getan. Aber wenn die Spieler mal drin sind, wollen sie immer mehr.“
Es war ein Top-Wochenende für die Spielgemeinschaft, die sich in diesem Jahr eines enormen Zulaufs von Spielern erfreut. Die erste Mannschaft ist mit nun sechs Punkten aus zwei Spielen und einem Torverhältnis von 15:1 Tabellenführer der Ost-Gruppe, und die neue .zweite Mannschaft fuhr in der Mitte-Gruppe mit dem 2:1 gegen den PSV Pirmasens ihren allerersten Dreier ein. So zufrieden war man bei der SG seit Jahren nicht mehr.
Doch Schwaab tritt auf die Euphoriebremse. Die bisherigen Gegner gehörten nicht zu den allerbesten in ihrer C-Klassen-Gruppe. „Die Brocken kommen noch“, betont Schwaab.
Einer aus der Riege der Neuen bei der SG freut sich indes ganz besonders: Nino Decker. Der 25-jährige Lagerist traf in Ludwigswinkel gleich sechsmal und führt damit die Torjägerliste der Gruppe B (Ost) an – vor seinem Mitspieler Robert Alija. Dieser wiederum habe Decker just in Ludwigswinkel uneigennützig und perfekt vor dem Torabschluss in Szene gesetzt. „Er hatte vor dem Tor den Kopf oben und eben quergelegt“, merkte SG-Spielertrainer Peter Zipf dazu an.
Und Sechserpacker Decker bedankte sich denn auch ganz artig bei seinen Mitspielern: „Alle haben mir gut vorgelegt.“ Der technisch starke Stürmer spielte in der Jugend für den FC Fehrbach und auch ein halbes Jahr beim FK Pirmasens.