Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Tore, Träume, Temperamente: Blitzwechsel, Abmeldekandidaten und eine Absage

Helmut Igel
Helmut Igel

Unserem Mitarbeiter Helmut Igel fiel im Fußballkreis auf, ...

... dass aus sechs „Polizisten“ schnell sechs „Männerturner“ werden

Gleich sechs Akteure, die in den vergangenen Wochen für den PSV Pirmasens gespielt hatten, standen am Sonntag im Trikot des MTV Pirmasens auf dem Rasen im Sportpark Husterhöhe und machten in der Fußball-C-Klasse West dem bislang ungeschlagenen TuS Rimschweiler beim 0:1 das Siegen extrem schwer.

Der Wechsel vom „Polizisten“ zum „Männerturner“ verlief perfekt für Ex-PSV-Spielertrainer Marco Garau, Piri Tandogan, Marco Montuoro, Mahmod Kalash, Stejsi Shehu und Steven Palm. War die E-Mail des PSV-Vorsitzenden Norbert Weinkauff, in der er die Abmeldung seiner Mannschaft wegen Spielermangels aus der C-Klasse Ost dem Kreisvorsitzenden Edgar Wallitt und dem Klassenleiter Marco Kochert mitteilte, erst am Donnerstag, 10. Oktober, um 23.53 Uhr eingegangen, so war das Ex-PSV-Sixpack bereits einen Tag später, also am Freitag, 11. Oktober, für den bis dahin unter Spielermangel leidenden MTV einsatzberechtigt. Dazu Marco Harsch, seit zehn Tagen Nachfolger des zurückgetretenen MTV-Spielertrainers Charles Hopkins: „In so einer Situation muss man sich auf höchstem Tempo bewegen. Und das haben wir getan.“

Hilfreich waren dabei Harschs Kontakte zu Marco Garau, der am Sonntag gegen Rimschweiler gleich die Kapitänsbinde trug, und zu PSV-Macher Jörg Henrich, mit dem der 38-Jährige früher gemeinsam in Clausen spielte. „Zudem kenne ich Marco Garau persönlich gut“, sagte Harsch, der von einem „freundschaftsbedingten Wechsel“ sprach. „Marco Harsch ist sicherlich ein Gewinn für den MTV, denn er gibt immer 110 Prozent“, beurteilte Henrich die Situation bei den Männerturnern. Henrich selbst engagiert sich aktuell beim TuS/DJK Pirmasens, wo er in einem Team mit Christian Gessner, Oliver Rau und Marcel Sammel die A-Junioren betreut. Henrich zur Abmeldung des PSV: „Weinkauff wollte das Karussell nicht mehr mitmachen. Als er mich um Rat fragte, sagte ich ihm, dass er abmelden soll.“

Nach Henrichs Worten will Weinkauff in der kommenden Saison erneut versuchen, eine Mannschaft in den Spielbetrieb zu entsenden. Weitere Abmelde-Wackelkandidaten sind aktuell der SC Winterbach und die Sportvereinigung Ludwigswinkel.

... dass der TuS Leimen Südwestmeister bleibt

Recht gelassen reagierte Rainer Aulfinger, Trainer der AH-Fußballer des TuS Leimen, auf die Absage der Ü32-Meisterschaft des Südwestdeutschen Fußball-Verbands (SWFV), die am Samstag in Hornbach hätte stattfinden sollen. Kurzfristig hatten gleich vier Kreismeister ihre Teilnahme abgesagt. „Dabei hatten einige Spieler von uns extra ihren Urlaub verschoben“, berichtete Aulfinger und blieb dennoch gelassen, schließlich sei der TuS Absagen im AH-Bereich gewohnt.

Wie Rainer Pfaff, der AH-Spielleiter des SWFV, auf RHEINPFALZ-Anfrage mitteilte, werde „sehr wahrscheinlich in dieser Saison kein Ü32-Verbandsmeister ermittelt“, da es zu schwierig sei, einen Termin zu finden, zu dem alle zehn Kreismeister Zeit hätten. Außerdem müsste eine Anlage mit zwei freien Fußballplätzen zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zur Ü40 gibt es bei der Ü32 keinen nationalen Wettbewerb des Deutschen Fußball-Bunds.

Derweil telefonierte Aulfinger bereits mit Friedel Gerke, dem Veranstalter des Deutschland-Cups für Ü32-Mannschaften. Auch wenn kein Meister auf SWFV-Ebene ermittelt werde, könne es durchaus sein, dass der TuS bei der inoffiziellen deutschen Meisterschaft am 11. und 12. Juni 2020 in Freiburg teilnehmen könne, weil eben der TuS weiter amtierender Südwestmeister sei und beim Deutschland-Cup 2019 in Nordhorn eine sehr gute Figur abgegeben habe.

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