Pirmasens Tore, Träume, Temperamente:

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Als der Schiedsrichter am Sonntag in der C-Klasse Mitte die Partie SV 53 Rodalben gegen SG Waldfischbach II abpfiff, standen nur noch 17 der ursprünglich 22 Fußballer auf dem Platz, da der Schiedsrichter fünfmal die Rote Karte gezeigt hatte. Bis zur 66. Minute, da führte die spielbestimmende SGW II mit 2:0, deutete nichts darauf hin, dass die Rote Karte noch eine Hauptrolle spielen würde. Dann foulte Niklas Tretter einen Waldfischbacher. Darin waren sich der zuschauende Vorsitzende des SV 53, Tobias Helfrich, und der mitspielende SGW-Spielleiter Sebastian Hawinkels einig. Dann trat laut Helfrich der gerade gefoulte Waldfischbacher nach; Hawinkels sah davon nach eigenen Worten nichts. Niklas Tretter ließ sich dies nicht gefallen, und es entwickelte sich, so Helfrich, eine „Stupserei und Rudelbildung“. Der bereits ausgewechselte Tobias Benjamin (SGW II) rannte auf den Platz, um zu schlichten. Die Emotionen entluden sich auf beiden Seiten in (leichten) körperlichen Attacken. Weil Torsten Helfrich, der Bruder des Vorsitzenden, einen Ball in Richtung eines gegnerischen Spielers warf, sah er ebenso Rot wie Tobias Benjamin und Niklas Tretter. Waldfischbach legte das 3:0 nach. Dann leistete sich der Rodalber Jonas Tretter ein Foul an Tim Kongehl. Dieser wiederum soll sich mit einer Kopfnuss revanchiert haben. Dann gingen die Streithähne aufeinander los. Als sich deren Puls wieder halbwegs beruhigt hatte, zückte der Schiri noch zweimal Rot. „Ich bin geschockt. Ich kenne so etwas nicht von uns“, betonte Hawinkels. Die SGW II hatte in der vergangenen Saison mit einem überragenden Wert ohne einen einzigen Platzverweis die Fairplay-Wertung gewonnen und war auch sonst als besonders fair angesehen. „Ich habe mich nach dem Spiel beim Schiedsrichter entschuldigt“, sagte Hawinkels, der am Freitagabend bei der Mannschaftsbesprechung das Thema noch einmal zur Sprache bringen wird. Bis zu dem Match in Rodalben hatte die SGW II auch die Fairplay-Wertung dieser Saison angeführt ... Schier Unglaubliches ereignete sich im A-Klasse-Spiel Palatia Contwig gegen FC Dahn. Tabellenführer Dahn führte ab der 70. Minute mit 4:1, schien gegen zehn Contwiger – Felix Füssgus wurde in Minute 73 des Feldes verwiesen – einem hundertprozentig sicheren Sieg entgegenzustreben. In der 84. Minute gelang Contwig das 2:4. „Auf einmal war unsere Souveränität weg“, versuchte Dahns Trainer Hans-WernerSchäfer eine Erklärung für das, was kam, zu finden. Binnen sieben Minuten traf Contwig drei weitere Male und fuhr einen nicht mehr für möglich gehaltenen 5:4-Heimsieg ein. Schäfer gab sich selbst die Schuld an der Niederlage, durch die Verfolger SC Weselberg bis auf einen Punkt herangerückt ist. Er habe durch seine Auswechslungen das Gefüge durcheinandergebracht und somit die Niederlage möglich gemacht. Übrigens: Die Dahner hatte diese Saison bereits in Fischbach mit dem seltenen Ergebnis von 4:5 verloren und in Petersberg 5:4 gewonnen. Als der FC Ruppertsweiler am Sonntag auf der Anlage des MTV Pirmasens im Sportpark Husterhöhe ankam und durchzählte, stellte er fest, dass nur acht Spieler zur Verfügung standen. Mit nur acht Mann wollte der Tabellenvorletzte nicht antreten. Nach Anruf bei Klassenleiter Edgar Wallitt erging die Empfehlung, dass der FCR dies schriftlich äußern solle. Das geschah dann auch. Es erfolgte sogleich eine Wertung der Partie zugunsten des MTV. Für Ruppertsweiler war dies bereits die zweite Spielabsage in dieser Saison. Sollte dies ein drittes Mal passieren, wäre ein Ausschluss vom Spielbetrieb die Folge.

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