Pirmasens Tore, Träume, Temperamente:

Da waren es nur noch 13 Teams in der Fußball-C-Klasse Ost: Die SG Bruchweiler hat ihre zweite, auf dem Platz des Kooperationspartners TuS Rumbach spielende Mannschaft aus der C-Ost zurückgezogen. „Wir haben viele Verletzte, und einige Spieler sind nicht mehr gekommen. Es ging nicht mehr“, nennt TuS-Vorsitzender Andreas Langenberger die Gründe für den akuten Personalmangel. Für die ausgefallene Partie am vergangenen Sonntag beim SV Lemberg hätten maximal acht Mann zur Verfügung gestanden. Eine Woche zuvor hatte er bereits das Match beim TuS/DJK Pirmasens II absagen müssen. Es war die dritte Absage und somit das Aus für Bruchweiler II, das mit acht Punkten (zwei Siege gegen Bundenthal II und Ruhbank II, zwei Unentschieden gegen Münchweiler II und in Erlenbrunn) Tabellenvorletzter war. Der TuS Rumbach ließ nach der vergangenen Saison alle Spieler seines bisherigen B-Klasseteams zur SG Bruchweiler wechseln, weil er alleine keine Mannschaft mehr stellen konnte. Gleichwohl gab es laut Langenberger bereits erste Gespräche mit dem SGB-Vorsitzenden Jan Wagenblatt, damit in der kommenden Saison erneut eine zweite Mannschaft in den Spielbetrieb geschickt werden kann. Langenberger zeigt sich zuversichtlich, dass dies gelingt. Christoph Weller (30) wird in der kommenden Saison Spielertrainer der SG Eppenbrunn sein. Der ehemalige Juniorennationalspieler, der sechs Jahre (bis Dezember 2011) für den FK Pirmasens in der Regional- und Oberliga am Ball war, dann beim SV Morlautern kickte, löst beim abgeschlagenen Tabellenletzten der Landesliga West das Trainerduo Karg/ Dauth ab. Weller ist derzeit Spielertrainer des SV Bottenbach, mit dem er als Vizemeister der B-Klasse West zu Saisonbeginn in die A-Klasse aufgestiegen war. Auch der Drittletzte der Landesliga, der SV Hermersberg, hat einen neuen Übungsleiter gefunden. Der aus Landstuhl stammende Ex-Profi Frank Weber (48), derzeit A-Jugendcoach der TSG Kaiserslautern, übernimmt nach Rundenende vom Spielertrainerduo Gries/Meisenheimer. Manuel Kölsch, Fußballer des MTV Pirmasens, hatte am Sonntag nur einen Drei-Minuten-Einsatz im A-Klassespiel gegen den SV Hermersberg II. Nur 180 Sekunden nach seiner Einwechslung in der 65. Minute wurde er bereits wieder des Feldes verwiesen, weil er einen Hermersberger Spieler nach einem Foul gegen ihn derb beschimpft hatte. Schiedsrichter Michael Schmidt zeigte sofort die Rote Karte. Dabei hatte der nicht gerade als sehr besonnen geltende Kölsch nach seinem letzten Platzverweis noch Besserung gelobt – vergebens. Auch MTV-Spielleiter Christian Ross hatte kein Verständnis für die Entgleisung Kölschs und entschuldigt sich beim SV Hermersberg. Allerdings hätte das Foul des Hermersberger Spielers „zumindest mit Gelb“ geahndet werden müssen, kritisierte Ross den Referee aus dem Saarland. Dieser habe ihn übrigens vor dem Anpfiff gefragt, ob es in der Pfalz andere Modalitäten bei Spielerwechseln gebe, wie es mit dem Auswechselkontingent geregelt sei und ob ein Sportgruß vorgesehen sei ...