Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Top-Torjäger Burkhard fehlt SV Hinterweidenthal auch am Sonntag noch

Felix Burkhard, Co-Spielertrainer des SV Hinterweidenthal.
Felix Burkhard, Co-Spielertrainer des SV Hinterweidenthal.

Felix Burkhard kann bei der SG Rieschweiler noch nicht wieder für seine Mannschaft auflaufen, weil er seine Sperre nachträglich erhöht wurde. Der Fall erhitzt die Gemüter.

Der SV Hinterweidenthal muss im Kreisderby der Fußball-Landesliga am Sonntag (Anstoß: 15.30 Uhr) bei der SG Rieschweiler erneut auf seinen Top-Torjäger Felix Burkhard verzichten, da dessen Sperre nachträglich verlängert wurde. Was war passiert? Im Heimspiel am 16. März gegen den FC Schmittweiler-Callbach (0:2) wurde Burkhard, der auch Co-Spielertrainer des SVH ist, kurz vor dem Abpfiff des Feldes verwiesen. Offenbar legte Schiedsrichter Robin Schulze die Regel, nach der niemand mehr außer dem Kapitän mit dem Schiedsrichter sprechen darf, sehr stringent aus. „Als ich gefragt habe, wie lange noch zu spielen ist, habe ich Gelb gesehen“, berichtet Burkhard. Mannschaftskollege Daniel Tretter habe für diese Frage sogar eine Zeitstrafe kassiert. Als Burkhard dann eine Freistoßentscheidung gegen den Mannschaftskollegen Kim-Dan Schenk kommentierte („das ist jetzt aber ein Witz“), sprach Schulze eine Zeitstrafe aus. Burkhards Replik: „Darüber schreibe ich nächste Woche einen Bericht.“ Dafür zog Schulze Rot.

Weitergabe des Falls ans Verbandsgericht

Landesliga-Leiter Uwe Kadel sperrte daraufhin Burkhard für ein Spiel. Doch dann trat der Verbandsrechtsbeauftragte Jürgen Schäfer auf den Plan, der gegen das Urteil Berufung einlegte und den Fall an das Verbandsgericht weitergab. Dieses erkannte auf Schiedsrichterbeleidigung. Die Folge war, dass Burkhard auch eine Woche später im Spiel gegen Hüffelsheim nicht auflaufen durfte und letztlich diesen Freitag für insgesamt drei Partien gesperrt wurde.

„Der Klassenleiter hat auf Unsportlichkeit entschieden. Auch die Spieler aus Schmittweiler, die ja direkte Konkurrenten im Abstiegskampf sind, haben bestätigt, dass der Schiedsrichter nicht beleidigt wurde“, sagte Hinterweidenthals Sportvorstand Florian Eder, der wie auch Burkard schon die Rote Karte für überzogen hält.

Strafe erhöht: Burkhard sei Wiederholungstäter

Das Vorgehen des Verbands ist nicht ungewöhnlich. „Grundsätzlich ist der Staffelleiter für die Sperre zuständig. Aber die einzelnen Urteile werden immer wieder überprüft, ob sie den Verbandsstatuten entsprechen und ob das Strafmaß angemessen ist. Wenn das nicht der Fall ist, wird Berufung eingelegt. Das Verbandsgericht entscheidet dann, ob die Berufung abgelehnt wird oder ob es ein neues Urteil gibt“, informierte Sascha Fischer vom Südwestdeutschen Fußballverband. Jürgen Schäfer vom Verbandsrechtsausschuss merkte an: „Der Spieler ist ein Wiederholungstäter, der in den letzten drei Jahren auffällig war. Daher kann er keinesfalls die Mindeststrafe von einem Spiel Sperre erhalten.“ Hinterweidenthals Sportchef Eder entgegnete, dass „bei Felix doch schon lange nichts mehr war“.

Dass Schiedsrichter Schulze dem SV Nanz-Dietschweiler angehört, einem direkten Konkurrenten Hinterweidenthals im Abstiegskampf, erklärt Fischer vom SWFV so: „Die Ansetzung des Schiedsrichters erfolgt nach dem Wohnort, der oft nicht mit dem Verein, für den der jeweilige Schiedsrichter pfeift, übereinstimmt. Alle Schiedsrichter sind für die jeweilige Liga qualifiziert. Ihre Neutralität wird in keiner Weise in Frage gestellt.“

WEITERE LANDESLIGASPIELE

Sonntag: Kirn - Bundenthal (15 Uhr), Rodenbach - Eppenbrunn (15.15 Uhr), Hermersberg - Meisenheim (15.30 Uhr).

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