Pirmasens Tierische Kunst im Wald

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Seit Mittwoch arbeiten im Wald bei der Ruine Heidenkirche nahe des lothringischen Soucht zehn Künstler an einem Landart-Parcour, der am morgigen Mittwoch mit Vernissage, Straßentheater und einem Konzert eröffnet wird. Die Künstler aus ganz Frankreich beteiligen sich am vierten Kunstwettbewerb „Festival des Paysages“ und haben in diesem Jahr Werke im Wald realisiert, die sich mit dem Thema „Faunes“ beschäftigen.

Ein riesiger Igel ist am Rand eines Baches zu sehen, seltsame Wesen schicken Lichtblitze von Baumstämmen in den Wald und andere Gestalten aus Wachs und Holz erwarten die Besucher des Landart-Wettbewerbes in diesem Jahr auf dem etwa zwei Kilometer langen Parcours rund um die Ruine Heidenkirche. Tierische Formen und geheimnisvolle Wesen sind in diesem Jahr für den Wettbewerb gefordert, dem sich zehn junge Künstler aus ganz Frankreich stellen. Wie bei Landart üblich, wird mit Materialien aus dem Wald gearbeitet und die Natur in der Umgebung in die Installation einbezogen. So wie die belgische Künstlerin Marie van Gysel, die ihren mehrere Meter großen Igel mit Stöcken und Erde realisiert oder der Meisenthaler Benoit Meyer mit seinen amorphen Wesen an Baumstämmen, die aus Bauschaum, Granulat und Spiegeln täuschend echt der Natur nachempfunden wurden und sich perfekt in den Wald integrierten. Der Landart-Wettbewerb ist Auftakt und Bestandteil des „Festival des Paysages –Festival der Landschaft“ eines Museums im elsässischen Lorentzen nahe Heidenkirche, das alljährlich einen Reigen an Konzerten, Theater, Vorträgen und Festen im Frühling veranstaltet, um Kultur mit Umweltbewusstsein und Tourismusförderung zu verbinden. Für den Landart-Wettbewerb konnten sich Künstler aus ganz Europa bewerben. Bei der ersten Auflage 2011 gewann eine Künstlerin aus Paris. Im Folgejahr die Landauerin Sylvie Anyim und im vergangenen Jahr Benjamin Just aus Straßburg, der an zu fällenden Bäumen Schnittmuster in das Holz sägte. Die Vernissage mit Preisverleihung beginnt am morgigen Mittwoch, 19 Uhr, an der Ruine Heidenkirche mit einem Straßentheaterstück der belgischen Gruppe „Cie Baladeu′x“. Das Duo erzählt eine Geschichte von Konflikten zwischen Alten und Jungen mit den Mitteln des Tanzes, Jonglage und Akrobatik. Anschließend spielt die Gruppe „Taraf′algar“ eine mitreißende und sehr emotionale Mischung aus Balkanjazz mit Elementen der jiddischen und Gipsy-Musik. Nach der Vernissage ist der Landart-Parcours bis 18. Juni im Wald bei Heidenkirche rund um die Uhr zu sehen. Die Ruine Heidenkirche ist von Pirmasens aus über Bitsch (Richtung Ingwiller orientieren), Lemberg, Götzenbruck, Meisenthal und Soucht zu erreichen. Im Weiler Speckbronn geht es links in den Wald. (kka)

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