Pirmasens Tierärzten mangelt es nicht an Patienten

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Die Versorgung mit Tierärzten in der Stadt und im Umland ist in Ordnung. Probleme zeichnen sich allerdings ab bei der Versorgung von Großtieren wie Pferde oder Kühe. Das ergab eine Umfrage der RHEINPFALZ.

Vier Tierarztpraxen gibt es in Pirmasens. Ist das eigentlich genug? Wäre der Bedarf nicht größer? Zweibrücken, das ein paar tausend Einwohner weniger hat, hat immerhin sieben Tierarztpraxen vorzuweisen, inklusive einer Tierklinik. Homburg, das kaum größer als Pirmasens ist, hat ebenfalls sieben Praxen aufzuweisen. Das Kreisveterinäramt konnte diese Frage nicht beantworten, da es keinen Einfluss darauf hat, ob und wie viele Tierärzte sich in der Stadt niederlassen wollen, teilte Ulla Eder in ihrer Funktion als Pressesprecherin der Kreisverwaltung mit. Eine Einschätzung, wie viele Tierärzte nötig wären, werde daher nicht vorgenommen. „Jeder Tierarzt hat die Freiheit sich niederzulassen, wo er möchte. Es gibt in diesem Bereich keinen Schlüssel pro Einwohner, wie es in der Humanmedizin der Fall ist“, äußert sich Wolfgang Luft, Präsident der rheinland-pfälzischen Tierärztekammer, zu der Frage, ob es gewisse Mindeststandards gibt, was die Quantität der Tierarzt-Dichte betrifft. Die vier vorhandenen Tierarztpraxen in Pirmasens können sich über mangelnde Patienten jedenfalls nicht beklagen. Die Versorgung sei gut und die Tierärzte des Stadtgebiets sowie die Tierärztin in Rodalben, Katja Can, sprächen sich regelmäßig ab, damit sowohl die Sprechzeiten als auch die Notdienste effizient gestaltet sind, sagt Wulf Lehmann. Der Tierarzt, der seit vielen Jahren in Erlenbrunn tätig ist, weist auf die besondere Sorgfalt hin, unter der die Wochenend- und Urlaubsdienste geregelt werden. „Wir setzen uns Anfang des Jahres zusammen und legen die Planung für das komplette Jahr fest. Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Praxen ist sehr gut und unser System ist wesentlich effizienter als in manch anderen Städten und Kreisen“, fasst Lehmann die Situation zusammen. Darüber hinaus treffe man sich einmal im Quartal zum „Tierarzt-Stammtisch“, bei dem wichtige Dinge erörtert werden. Ähnlich sieht es auch Andreas Dörr, der seit Jahren eine feste Größe in Winzeln ist. „Die Versorgung ist auf jeden Fall gut und flächendeckend, zumindest was die Kleintier-Behandlung betrifft.“ Etwas anders sehe es bei den Großtieren aus, den Pferden, Kühen und sonstigen Tieren, mit denen man nicht in der Praxis vorstellig wird. „Ich bin der einzige Tierarzt der Stadt, der auch für Großtiere zuständig ist“, nur ein Kollege aus Zweibrücken behandele ebenfalls Großtiere. In Urlaubs- und Vertretungszeiten werde das schon recht eng, sagt Dörr. Zwar gebe es kaum noch nennenswerte Nutztierhaltung in der Region, da die landwirtschaftlichen Betriebe zunehmend verschwinden, aber die Zahl der Freizeitreiter und Pferdebesitzer sei recht hoch. Die tierärztliche Versorgung für dieses Klientel werde in den kommenden Jahren nicht einfacher werden. „Kaum ein Tierarzt möchte das noch machen, es lohnt sich einfach nicht. Lange Wege, zeitaufwendige Behandlungen, das steht oft in keinem Verhältnis zum Verdienst. Die Zukunft der tierärztlichen Versorgung für Großtiere sieht nicht rosig aus“, sagt Dörr. |rezi

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