Hallenfußball
Thaleischweilers D-Juniorinnen-Coach Dreffkorn: Vorne fehlt’s noch
Contwig. Obwohl sich die Teams der Gastgeber keinen Siegerpokal schnappen konnten, war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Unerwartet viele Anmeldungen, eine proppenvolle Halle und tolle Stimmung waren Zutaten für ein Turnier, das beste Werbung für den weiblichen Fußball-Nachwuchs machte. Einen kleinen Wermutstropfen mussten die SGT-Verantwortlichen schlucken: Man durfte nicht in der heimischen IGS-Schulturnhalle antreten, die wegen eines Wasserschadens derzeit nicht nutzbar ist. Glücklicherweise stand die Schulturnhalle in Contwig zur Verfügung, wo Organisator Christian Weinkauff das U14-Turnier am Samstag in zwei Teile splitten musste, um so den 16 gemeldeten Mannschaften gerecht zu werden.
Am Sonntag schließlich standen sich am Vormittag die Mädels in der E-Jugend-Konkurrenz gegenüber, und es gab ein Finale zu bewundern, in dem mit dem 1. FC Kaiserslautern und Mainz 05 zwei Bundesliga-Vereine mitmischten. In zehn Minuten regulärer Spielzeit wollte aber kein Tor fallen, und so durften die Lauterer erst nach dem Neunmeterschießen jubeln. In diesem Wettbewerb konnten sich die „Girlspower“-Kickerinnen der SGT mit beiden Teams für die Finalrunde qualifizieren, wobei sich die erste Garnitur im Viertelfinale nur knapp mit 1:2 dem späteren Turniersieger geschlagen geben musste.
Nicht nutzbare Halle macht zu schaffen
Auch die D-Juniorinnen sahen sich am Nachmittag dem Nachwuchs vom Betzenberg gegenüber. Nachdem die Schützlinge von Trainer Dirk Dreffkorn beim 0:0 in ihrer Auftaktbegegnung gegen den SV Kottweiler-Schwanden noch sehr verhalten agiert hatten, wussten sie gegen die Mädchen des FCK II-Teams zu überzeugen. „Wir wollten unbedingt die Finalrunde erreichen. Dass wir dem FCK, der die Teams I und II eigentlich umgekehrt besetzt hatte, ein Unentschieden abtrotzen konnten, freut mich sehr“, sagte Dreffkorn. Diese Mannschaft sei normalerweise in der Region das Maß der Dinge und kaum zu schlagen. Auch die dritte Vorrundenpartie gegen die Südwestgirls II endete unentschieden, ehe im Viertelfinale das 0:3 gegen Kaiserslautern das Aus markierte. Dass nicht noch mehr drin war, machte der Coach vor allem an der Offensive fest: „Wir spielen von hinten raus ganz gut, aber vorne fehlt es einfach noch.“ Zu schaffen mache zurzeit die nicht nutzbare Halle in Thaleischweiler. Es sei kaum möglich gewesen, in der letzten Zeit vernünftig zu trainieren.
Für eine noch größere positive Überraschung sorgte das SGT-Team II von Trainerin Sabrina Zäuner: Mit vier E-Juniorinnen „aufgefüllt“, verloren die D-Juniorinnen dreimal nur ganz knapp mit 0:1 und „können sich auf die Schulter klopfen“, fand Dreffkorn begeistert. Indes duellierten sich zum Ende des Turniers nur noch zwei Vereine: Der 1. FC Kaiserslautern gewann mit beiden Teams die Halbfinals gegen die Vertretungen aus Kottweiler-Schwanden. Den Pokal mit nach Hause nehmen durfte Lauterns zweite Garnitur nach einem 4:2-Sieg gegen die Vereinskameradinnen.